Hochseeangeln
November 2005

Endlich sollte es losgehen…lange habe ich auf den 11.11.05 gewartet, an diesem Tage ging es endlich wieder an die Ostsee zum Hochseeangeln!
Diesmal waren wir eine bunt zusammen gewürfelte Truppe, es waren Kunden von mir dabei und Heiko vom Angelspezi Dresden, der auch noch 2 Freunde mitbrachte.

Wir fuhren in kleinen Grüppchen nach Warnemünde, ich hatte an diesem Freitag glücklicherweise frei und war so mit Marko schon gegen 15.15 Uhr in Warnemünde am „Alten Strom“, wo unser Kutter, die Rilana liegt!
Das Wetter war nicht gerade vielversprechend, es regnete bei unserer Ankunft.
Marko und ich sind dann sofort in den Angelladen am alten Strom und kauften uns eine Küstenkarte, schließlich wollten wir mit unseren Ruten gleich das Hafenbecken unsicher machen. Und tatsächlich, Marko hatte Glück und fing im Hafenbecken seinen ersten Dorsch, der auf einen kleinen blauen Gummi-Twister ging! Da war die Freude natürlich groß, schließlich war Marko das erste mal hier oben zum angeln.
Inzwischen waren die restlichen Leute unserer Truppe eingetroffen, sowie eine 4er Gruppe aus Thüringen, die ebenfalls auf dem Kutter schliefen!
Nach einem ausgiebigen Abendbrot mit Livemusik in einer nahe liegenden Kneipe, ging es zurück auf den Kutter und nach ein wenig Fachsimpelei ging es dann in die Kojen.

Am Samstag morgen, wie immer, gab es beizeiten Frühstück und gegen 6.00 Uhr verließ die „Rilana“ den Hafen. Kapitän Wolfgang gab uns den Tipp, ein Heringsvorfach vor den Pilker zu machen…und wirklich, schon beim ersten Halt hingen die Heringe am Vorfach.
Der Pilker wurde auch genommen, diesmal aber eher von Wittlingen, Dorsche ließen sich noch nicht sehen. Da ich selbst mit Heringen nicht viel im Sinn hatte, ersetzte ich das Heringsvorfach gegen ein anderes, das mir für den Fang von Dorschen geeigneter erschien.

Während der Ausfahrt wurden eigentlich reichlich Dorsche und Wittlinge gefangen, aber deren Größe ließ zu wünschen übrig…die meisten hatten ja gerade mal das Maß. Selbst die, die das Maß ein wenig überschritten wurden von mir wieder zurückgesetzt, auch wenn das der Smutje und einige anwesende Angler nicht verstehen konnten. Jedes Mal, wenn sich meine Rute kräftig durchbog und ich einen größeren Fisch vermutete, kam leider immer nur eine Doublette zum Vorschein…und diese Dorsche waren auch wieder nicht allzu groß.

Gegen 14.30 Uhr waren wir dann wieder im Hafen, sofort nach unserer Ankunft ging ich mit Marko zum Passagierkai und dort versuchten wir weiter unser Glück. Aber außer neugierigen Blicken war dort leider nix zu holen.
Dann wieder der übliche Ablauf: Abendbrot in einer gemütlichen Fischerkneipe und zurück auf den Kutter!
Kapitän Wolfgang wollte den nächste Tag mit uns zur Kadettrinne fahren, aber dort ereignete sich am Sonntag-Morgen ein Unfall. Darum fuhr er mit uns zu einem Riff, auch etwas weiter weg. Nach knapp 2 Stunden Fahrt gab es endlich das Signal zum Auswerfen. Diesmal waren die Dorsche zwar etwas größer, aber in ihrer Anzahl bedeutend weniger. Aber so die „richtigen Dorsche“ waren auch nicht dabei!! Das Gaff wurde nicht ein einziges Mal benötigt, die Fische ließen sich alle mit der Angelrute über die Reeling heben! Zumindest ist mir kein großer Dorsch aufgefallen, ich stand am Heck und habe von den Erfolgen der anderen Angler nicht viel mitbekommen.
 

Da wir ja auch einen weiten Rückweg hatten, war das Angeln auch schnell vorbei.
Jetzt wurden die Fische versorgt. Ich war damit gerade fertig, da merkte ich mit einmal, das mir übel wurde. Die Ursachen waren mir ziemlich schnell klar: Kurz nach dem Frühstück habe ich eine Tüte Gummibärchen und fast 2 Tafeln Schokolade in mich reingestopft und dazu noch einen großen Pott Kaffee…und die Auspuffgase und das Geschaukel am Heck taten das Übrige. Hätte ich doch nur daran gedacht, eine Tablette gegen das Schaukeln zu nehmen…aber dazu war es jetzt eh zu spät!
Also krachte ich mich auf meine Koje, das angeln war ja eh vorbei. Nach einer Stunde im Halbschlaf ging es mir Gott sei Dank wieder gut!

Kurz darauf kamen wir auch schon wieder im Hafen an, packten unsere Sachen und traten den Heimweg an!
Alles in allem war es trotz der geringen Ausbeute ein schöner und vor allem lustiger Ausflug!
Ein Großteil unserer Truppe war sich einig: das werden wir wiederholen!!

Ich möchte mich auf diesem Wege bei allen Teilnehmern der Ausfahrt bedanken, besonders bei denen, die mir einen Großteil der Bilder vom Ausflug zur Verfügung gestellt haben, da ich diesmal selbst nicht viel fotografiert habe!
Und ein besonderer Gruß geht natürlich an Lutz und seine Thüringer Angelfreunde!!