Lehmgrube Mohorn

Anfahrt: Aus Dresden kommend über die B173 über Kesselsdorf in Richtung Freiberg. Mitten auf dem Berg, kurz vor dem Ortseingang Hetzdorf rechts einfahren auf den Ziegeleiweg(Neubau mit Baustoffhandel). Danach immer geradeaus, den Feldweg entlang.

Gewässergröße: cirka 1,0 ha

Hauptfischarten: Karpfen, Hecht, Schleie, Aal

ACHTUNG!!!!
habe die etwa 6 Jahre alte, z.T. nicht mehr zutreffende Gewässerbeschreibung durch einen aktuellen Erlebnisbericht ersetzt!

Ich wollte endlich wieder mal nach Mohorn fahren, war schließlich schon ewig nicht mehr dort. Und es macht ja eh nur im zeitigen Frühjahr Sinn, weil der Teich jedesmal total zugewuchert und verkrautet ist.
Also früh schnell noch in den Angelladen und dann ab die Post.

Als ich dort ankam, traute ich meinen Augen nicht...es war an dem kleinen Teich richtig was passiert. Alle störenden, überä¤ngenden Bäume waren ausgeästet bzw. abgeholzt, der morsche Steg wurde erneuert und es waren beim Angeln hinderliche Büsche entfernt worden und eine ganze Menge zusätzliche Angelplätze geschaffen...prima...mein Kompliment an den betreuenden Verein aus Wilsdruff!
Ich war nicht der erste, gegenüber saßen noch ein paar Angler, aber meine Lieblingsstelle war frei!
Es war recht kalt, trübe und windig...nur gut, dass ich meine dicke Thermojacke und die Neoprenstiefel eingepackt hatte.
Also beide Ruten fertig gemacht, eine leichte Feederrute mit Made und eine Grundrute mit Futterkorb und Tauwurm.
Es dauerte gar nicht lange und es kam Leben in die Feederrute. Kurz darauf die erste Rotfeder
Ich muss zugeben, 70 Prozent der Bisse an der Feederrute habe ich vergeigt...
Weil auf Tauwurm nix losging, habe ich auch die Grundrute mit Made bestückt, und siehe da, kaum war sie draussen, gab es einige kräftige Bisse. Auch hier gingen die ersten Anhiebe ins Leere. Doch dann klappte es...ein kräftiger Ruck am Bissanzeiger, Anhieb und sofortiger Widerstand. Doch nach ca. 10 Kurbelumdrehungen war der Widerstand weg. Also einholen...doch da gab es während dem Einkurbeln wieder einen Widerstand, aber diesmal irgendwie anders.
Weil die Sonne (ja, sie lies sich jetzt ab und zu sehen) mich gerade in diesem Moment total blendete, konnte ich erst gar nicht richtig erkennen, was ich da ans Ufer zog. Ich staunte nicht schlecht, als ich erkannte, dass es sich um einen reichlich 40cm kleinen Hecht handelte!
Der 12er Haken mit dem Maden saß perfekt im Maul des Fisches. Wahrscheinlich konnte er dem Madenbündel, was bei Einholen im Wasser herumtanzte einfach nicht widerstehen!?
Es gingen mir noch einige Bleien, Rotferdern und Plötzen an den Haken.
Es war an beiden Ruten ständig Betrieb, ich kam ja kaum dazu, mal in Ruhe zu sitzen und was zu essen. Auf Grund der anhaltenden Kälte und des unangenehmen Windes packte ich dann aber trotzdem ein. Es war ja trotz allen Widrigkeiten ein schöner Angeltag und er hat mir einen völlig neuen Eindruck von diesem Gewässer vermittelt. Mal sehen, vielleicht habe ich ja noch mal die Gelegenheit, an diesen Teich zu kommen, ehe er wieder verkrautet
.

Wenn mal nicht viel beißt, lohnt sich in Mohorn auch mal ein Blick in den Himmel. Gleich in der Nähe befindet sich ein Flugplatz für Leichtflugzeuge, die am Wochenende ihre Runden drehen. Es ist erstaunlich, was für Fluggeräte sich da manchmal am Himmel befinden und vorallem auch oben bleiben.