Angeltagebuch

2003

15.05.2003

Stausee Radeburg

Gegen 8.00 Uhr waren mein Bruder Jens und ich am Gewässer, es war grau in grau und regnete ab und zu etwas. Zuerst mal eine Rute auf Grund, Jens mit Frolic und ich mit Tauwurm. Dann die Stippe raus und versucht, Köderfische zu fangen. Der Versuch mit den Köderfischen blieb den ganzen Tag erfolglos, nur gut das wenigstens in der Senke was hängen blieb, auch wenn es eine 25cm Plötze und 2 Bleien waren. Auf Grund bei mir biss es immer wieder mal zaghaft, aber eben nicht so richtig, bis es dann endlich , so gegen 10.30 Uhr mal richtig biss und der Anhieb mal nicht ins Leere ging. Das Ergebnis war ein fetter, 51cm großer Blei (siehe Foto unter dem Text!). Dann war wieder die ganze Zeit Ruhe, auch ein Wechsel des Köders auf Mais oder Teig brachte nichts.Auf Frolic tat sich diesmal auch nix. Mein Bruder hatte die 25er Plötze als Köderfisch am Haken und irgendwann im Laufe des Tages verschwand die Pose, aber durch den ziemlich starken Wind und die schwimmende geflochtene Schnur hatte sich trotz ständiger Kontrolle ein relativ großer Schnurbogen gelegt und der Anhieb ging etwas daneben, ein kurzes Rucken war noch zu bemerken und dann war nur noch der zerfetzte Köderfisch am Haken. Ich hatte mir ja eine Bleie an den Haken gemacht, aber durch den ständigen Wind dauerte es nicht lange und die Pose trieb fast am Ufer. Einmal hat es doch noch gebissen aber nach 2 Metern hat sich der Hecht wieder vom Drilling befreit. Da ja inzwischen immer noch keine Köderfische an den Haken gingen und es andauernd wieder regnete und stürmte, fingen wir gegen 17.00 Uhr langsam an einzupacken. Mein Bruder machte inzwischen eine Rute klar, um mit seinen Eigenbauwobblern mal sein Glück zu versuchen. Aber auch dabei stellte sich kein Erfolg ein. Da ich mit Einpacken schon fertig war und er noch nicht alle Wobbler durchprobiert hatte, nahm ich noch mal eine Rute und hing aus Spaß einfach einen kleinen grell-orange gefärbten Blinker an die Schnur(gleich ohne Vorfach!) und machte ein paar Würfe. Ich ließ beim Einholen den Blinker immer wieder mal absacken und siehe da, beim 3. oder 4. Male platschte es kurz an der Oberfläche und die Schnur zog an. Eine Minute später lag ein 58er Hecht vor mir am Ufer, nicht groß aber wenigsten etwas. Aber da ich ja kein Fischesser bin, wurde er vom Drilling befreit und wieder in sein Element entlassen. Und dann ging es endgültig ab nach Hause!                                                                                                                         

24.05.2003

Elbe bei Dresden(Kartoffelhafen)

 So, heute bin ich mal mit Maik, meinem anderen Bruder losgezogen. Er wollte unbedingt wieder mal in den Kartoffelhafen. Zuerst haben wir uns etwa in der Mitte des Hafens, auf der zur Elbe zeigenden Seite niedergelassen. Erstmal eine Rute auf Grund (mit Futterspirale und Tauwurm) und die Stippe klargemacht, um Köderfische zu fangen! Und schon fing es wieder an, mein ewiges Problem: Man sieht die Hechte förmlich rauben und kein Köderfisch in Sicht!!! Habe es an allen möglichen Stellen probiert, aber ohne Erfolg, auch der Einsatz der Senke brachte nix! Da ständig irgendwelcher Unrat in der Schnur hing, ließ ich mich überreden, zum Hafenende zu gehen und dort weiterzuangeln, da dort das Wasser recht ruhig und nicht so verdreckt war. Mitten beim Zusammenpacken der Ruten, biss es an der Grundrute und kurz darauf hatte ich einen ca.20cm kleinen Zwergwels in der Hand. Mußte ich mir ehrlich gesagt genauer betrachten, da ich zum ersten Mal so ein Tierchen an der Angel hatte. Also wie gesagt, vor zum Hafenende und die Ruten wieder ins Wasser. Im Laufe des Tages fingen wir dann noch einen 36er Karpfen(auf Tauwurm) , einen 38er Karpfen(auf Zwiebackteig) und 3 mittelprächtige Barsche(auf Tauwurm). Aus Verzweiflung habe ich dann von einem ca. 15 cm großen Barsch die Rückenflosse abgetrennt und ihn direkt neben dem dort vor Anker liegendem Herbergsschiff zu Wasser gelassen. Und prompt dauerte es keine 15 min. und die Pose verschwand blitzartig unter Wasser. Ich sofort hin und da sah ich schon, das sich die Schnur in am Ufer liegenden Ästen verfangen hatte. Bis die Schnur richtig abzog hatte ich das hinbekommen, das dachte ich zumindest! Also Anhieb, es ruckte mächtig und ich fing an zu kurbeln. Doch da sah ich schon das nächste Unheil auf mich zukommen: ein kleiner Ast hatte sich in der Schnur verfangen und als er am Spitzenring angekommen war, war Schluß mit Kurbeln! Es zerrte noch ne Weile, aber bevor ich dieses Problem gelöst hatte, hatte sich der Hecht wieder verabschiedet! Dann passierte eigentlich nichts mehr, die Hechte raubten lautstark und wir hatten keine Köderfische. Mit Kunstködern hatten die Hechte nichts am Hut, man konnte ihnen vor die Nase halten, was man wollte, es gab keine Reaktion .Als ich dann auch noch merkte wie mein Rücken und meine Schultern brennen, weil ich mich bei diesem herrlichen Sonnenschein total verbrannt habe, hatte ich die Schn... voll und wir packten ein!                                                                                                                      

So, das waren nur noch ein paar Schnappschüsse, Erläuterungen sind hier ja nicht notwendig!                        

31.05./01.06

Angeltrip mit dem “Saxony-Fishing-Club” an den Stausee Radeburg

Eine kleine Gruppe Mitglieder des Saxony-Fishing-Clubs hatte einen Ausflug zum Nachtangeln an den Stausee nach Radeburg geplant und ich war eingeladen dabei zu sein. Waren so gegen 17.00 Uhr beim herrlichsten Sommerwetter am Wasser und fingen natürlich sofort an. Der Jüngste von der Truppe, Peter, legte seine Tasche nur ans Ufer, schnappte sich eine Rute mit Gummifisch und zog erstmal los. Die Jugend wollte den “alten Hasen” erstmal zeigen, wo es langgeht und er schaffte es auch, denn nach 5min. hing der erste Hecht (49cm) am Köder! Da waren wir noch nicht mal fertig mit auspacken. Großartige Bisse gab es in der nächsten Zeit nicht, es zuppelte immer wieder mal, aber rauszukriegen war keines von den Tierchen. Ich fing dann beim Einholen meiner Grundrute (Futterkorb mit Tauwurm) einen 54er Hecht, er wurde durch den durchs Wasser ziehenden Wurm angelockt. Dann war ja schon Abendbrotzeit, es gab lecker gegrillte Würste und Steaks, an Getränken fehlte es auch nicht, es war alles reichlich da. Die ganze Truppe erinnert mich so ein klein wenig an gute, alte DDR-Zeiten, wo es noch einen viel besseren Zusammenhalt gab. Ich muß sagen, ich finde diese Leute absolute Spitze, ich kam mir vor, als würden wir uns schon ewig kennen, dabei sah ich alle zum ersten Mal. Ich wurde sofort in das Team integriert, man gehörte eben einfach dazu ! Beim Essen passierte das erste Mißgeschick: Peter, der Anglernachwuchs, hatte seine fast 7m lange Stippe rausgeholt um es mal auf Köderfisch zu versuchen. Da er aber erstmal was essen wollte, legte er sie in den Rutenhalter und führte sich sein Steak zu Gemüte. Mit einmal hörte ich ein kurzes, schabendes Geräusch und schon sah man die Stippe über den Teich ziehen. Es konnte sich nur um einen ganz schön kapitalen Fisch handeln, der da gebissen hatte, denn er zog mit unglaublicher Ausdauer die ganze Rute über den gesamten Teich! Glücklicherweise saßen am anderen Ende des Teiches 2 junge Angler, die ein kleines Boot mithatten und so konnte Peter seine Rute wieder holen! Nach Einbruch der Dunkelheit wurde dann noch ein 62er Aal gefangen, ein 35er Barsch und ein paar kleiner Barsche. Peter holte sich noch einen 35er Karpfen an Land. Die Bissanzeiger piepten die ganze Nacht, aber immer nur kurz. Egal ob man den Anhieb sofort setzte oder weiteres Zupfen abwartete, der Anhieb ging fast immer daneben. Vielleicht waren da auch manchmal Krebse am Werk. So gegen 6.30 Uhr packten wir dann alle zusammen und machten uns auf den Heimweg. Für mich war es einer der schönsten Angelausflüge der letzten Jahre, denn obwohl nicht viel gefangen wurde, war es nie langweilig, es wurden Späße gemacht und viel gelacht, man fühlte sich in der Gruppe sofort zuhause. Ich kann dieser Gruppe nur wünschen, das das immer so bleibt und bedanke mich hiermit recht herzlich für die freundliche Einladung !!                                  

Das ist Nachwuchsangler Peter

und das ist sein Karpfen

und das ist seine große Stipprute

Enni S. mit Barsch

und hier noch einige Schnappschüsse:

 

13.06.2003

Talsperre Lehnmühle

Diesmal kann ich es ganz kurz machen! Die letzten Tage 30 Grad und mehr und heute grau und kühl(zumindest an der Talsperre), also ein typischer Angeltag ! Platz war kein Problem, das Problem waren wie immer die Köderfische und mit Anfüttern war ja nix, da Lehnmühle eine Trinkwassertalsperre ist! Haben es mit Tauwurm, Frolic, Boilies, Mais,Teig, Käse, Schwimmbrot usw. versucht,am Ende haben wir, mein Bruder Jens und ich, in 7 Stunden einen Barsch und einen Minihecht gefangen. War ja halt wieder mal eine riesige Ausbeute , oder??????? Meine Brüder tun sich immer etwas schwer, wenn ich sie überzeugen will, mal an ein Gewässer zu fahren, wo wir noch nicht waren. Aber das ist vielleicht auch etwas verständlich, wenn solche “Ergebnisse”erzielt werden. Denn dann wird immer gedacht: Ach wären wir nur wieder nach.......gefahren, dort fängt man wenigstens etwas!!

Nun ja, eine etwas detalierte Beschreibung findet Ihr bei den Gewässerbeschreibungen, könnt ja mal reinschauen! Bis zum nächten Mal, hoffentlich mal mit besseren Ergebnissen!!!!

12.07.2003

Talsperre Malter

So, haben es nun endlich mal geschafft, nach vielen, vielen Jahren, wieder mal an die Talsperre Malter zu fahren! Wir mußten schon etwas suchen und ein Stück(voll bepackt!!) laufen, um eine Angelstelle zu finden!! Das Wasser ist ja doch etwas weg, da der Pegel um ca. 3,50 m abgesenkt wurde. Er wird meinem Wissen nach auch nicht mehr steigen!!
Also ran ans Ufer, ausgepackt und ausgeworfen. Es war recht windig und da das Ufer sehr trocken war, auch recht staubig ! Ich mußte nach dem Angeln zu Hause mein Angelzeug, die Ruten und Rollen erstmal von einer dicken Staubschicht befreien.
Also, wie gesagt, Ruten ausgepackt, erstmal Teig dran und raus, beide Ruten auf Grund, da das Angeln mit Pose bei diesem starken Wind nicht viel Sinn machte! Kurz darauf schon der erste Biss, eine gut gewachsene Rotfeder. Hatte dann eine Rute mit Mais und eine mit Teig bestückt, auf Mais biss es jedoch besser. So konnte ich mehrere Karpfen, die zwar untermaßig oder gerade mal maßig waren, an Land zoehen und einige Rotfedern usw.. Raubfisch habe ich noch nicht probiert, aber das kommt noch.Wahrscheinlich sollte man es hier auch mal mit größeren Karpfenködern (Frolic oder Boilies) probieren, da kleinere Köder sofort von den kleinen Karpfen genommen werden.
Insgesamt hat mir der Angeltag mal wieder richtig Spaß gemacht, da es ja ständig biss. Also packten wir recht zufrieden gegen 16.00 Uhr unser Angelzeug ein und wollten los. Doch plötzlich sehen wir, wie uns ein Angler mit gekrümmter Rute am Ufer entgegenkommt !! Wir verfolgten neugierig das Spektakel und entdeckten nach kurzer Zeit eine riesige Rückenflosse im Wasser ! Es dauerte schon so seine 30min bis der Marmorkarpfen sich in den Kescher hiefen ließ, immerhin hatte er stattliche 90cm Länge!(siehe bei “Eure Fische”) Das war doch ain schöner Abschluß des Angeltages, auch wenn der Karpfen nicht uns an die Angel gegangen war!! Man freut sich ja schließlich auch für seine Mitangler!!

29./30.07.2003

Talsperre Malter

So, ich hatte mir ja vorgenommen, mal zum Nachtangeln an die Talsperre Malter zu fahren. Nun endlich war es so weit! Da wir wieder mal nicht genug kriegen konnten, waren wir bereits kurz vor 15.00 Uhr am Wasser. Rute mit Mais bestückt und raus, in der Hoffnung, das es bald mit Beissen losgeht, so wie beim ersten Mal. Aber nichts passierte, also wurde erstmal nach Köderfischen gestippt. Das klappte wunderbar, so das sich der Setzkescher damit zügig füllte. Und dann natürlich sofort eine Rute mit Hechtpose raus und warten. Es dauerte gar nicht lange und die Hechtpose verschwand mit einem Ruck und der Fisch nahm sofort die Schnur. Also Anhieb und sofort ein heftiger Widerstand. Mit einmal verschwand das Zappeln am anderen Ende, aber der Widerstand blieb, die Pose bzw. das Vorfach hatten sich in einem Hinderniss unter Wasser verfangen. Alle Versuche, den Hänger zu lösen blieben ohne Erfolg, so das mir leider nur das Kappen der Schnur übrig blieb und ich somit wieder mal einiges eingebüßt habe. Dann wurde es auch schon langsam abend und wir stellten die Köder um auf Wurm und Fetzen bzw. Köderfisch. Auf Wurm biss es ab und zu mal, aber am Ende waren es auch nur kleine Karpfen, die da an Land gezogen wurden. Am Fetzenköder wurde die ganze Zeit nur herumgefressen, der kam völlig zerfleischt wieder zum Vorschein.
Da wir beim Angeln Jens getroffen haben, den ich bis jetzt nur über meine Seite kannte und der einige Erfahrungen mit Zandern in der Malter hat, konnten wir uns einige Tipps geben lassen, was das Zanderangeln betraf. Auf sein Anraten hin ließen wir an den Ruten, die mit den kleinen Fischen bestückt waren, die Bügel offen und arretierten die Schnur nur mit einem ganz kleinen Stein auf der Spule. Die Zander hier scheinen nämlich sehr vorsichtig zu sein und lassen beim geringsten Widerstand wieder los!!!
Bei mir wurde der Köder mehrere Male genommen und der Fisch zog mehrere Meter Schnur, aber zu einem Anhieb langte es leider nie!!
Als es dann dämmerte fingen wir noch ein paar kleine Karpfen und das war es dann auch schon. Als es richtig hell wurde und der Nebel über das Wasser zog, fing ich an zu frieren, hatte nicht gedacht, das mir das passiert. Alles, was wir herumliegen hatten war schlagartig mit einer dicken Tauschicht überzogen und klatschnass. Gegen 7.00 Uhr packten wir dann ein und fuhren, nicht ganz zufrieden mit dem Ergebniss des Angelns, nach Hause.

01.08.2003

Stausee Radeburg

So, heute war mein letzter Urlaubstag und was gibt es da besseres, als noch mal richtig angeln zu gehen!!??!! Also heute früh um 4.30 Uhr mit meinem Bruder Jens losgefahren nach Radeburg. War ein herrliches Wetter und selbst Köderfische waren diesmal kein Problem, mit der Stipprute hatten wir schnell genug zusammen. Dann also eine Rute auf Grund mit Wurm und eine mit Pose auf Hecht. Auf Grund gingen uns ein paar schöne, gutgewachsene Barsche an den Haken. Wir haben dann die Grund-Köder mehrmals gewechselt, Teig, Mais, Frolic und Wurm, aber da passierte nichts mehr.
Früher hat man hier ständig Karpfen gefangen, aber jetzt....?????????????????
Nun gut, aber dafür gingen mir 3 Hechte zwischen 50 und 60 cm an den Haken und mein Bruder Jens hatte das Glück, einen 79er Hecht(3300 Gramm) zu landen. Dazu mußte er zwar ins Wasser steigen, da der Hecht sich ins Schilf verflüchtigt hatte und vom Ufer her keine Chance war, ihn zu keschern. Aber ich finde, er war es auch wert. Und so schlimm war es ja nicht, immerhin war es sehr warm. Nach 15 Uhr ließ die Bissfreudigkeit der Hechte mit einem Schlag nach, so das wir bis zum Einpacken, gegen 17.30 Uhr, nichts mehr gefangen haben. Aber alles in Allem, war dieser Angeltag ein schöner Urlaubsabschluß!!!!!!
PS: beim Ausnehmen meines Hechtes kamen 2 noch total unverdaute, ca. 5cm kleine Plötzen zum Vorschein.

06./07.09.2003

Speicherbecken Wallroda

So, ich hatte es mir ja schon lange vorgenommen und nun habe ich es doch noch geschafft, ich war am Speicherbecken Wallroda!!!
Gemeinsam mit meinem Bruder Jens bin ich am Samstag nachmittag los und haben nachdem wir uns 2 oder 3 mal verfahren haben den Teich gefunden! Das erste was bei uns helle Begeisterung auslöste, waren die vielen Bader, die den herrlichen Spätsommertag nutzten!Aber wir waren ja hochmotiviert, da ich aus sicherer Quelle erfahren habe, das vor kurzem hier nachts ein 1,08m großer Wels gefangen wurde.
Nun gut, bis ran ans Wasser, Angelplatz gesucht und erstmal kurz mit anderen Anglern vor Ort geschwatzt. Herauszubekommen war da leider auch nicht sehr viel. Also Ruten ausgepackt, eine mit Mais auf Grund und mit der Stippe auf Köderfische. Der Setzkescher füllte sich zügig mit Plötzen der Ideal-Köderfischgröße! Als genug da waren wurde eine Hechtrute fertiggemacht.
Doch die Köderfische sollten der fast einzige Fang bleiben. Haben dann alles was an Ködern verfügbar war getestet. Es gab Bisse auf Frolic, auf Teig, auf Mais und Tauwurm und auf die kleinen Fische, die wir auf Grund legten. Aber bei den kurzen Bissen blieb es leider. Mit Einbruch der Dunkelheit sanken dann auch die Temperaturen schlagartig und bald langte die Jogginghose unter der Angelhose und der zweite Pullover nicht mehr, also dann noch rein in die Watteklamotten und bei etwa 8°C warten, was noch passiert. Aber es passierte eigentlich nichts mehr, außer das ich noch einen kleinen Aal fing, der sich aber so in der Schnur verfitzt hatte, das mir nichts anderes übrig blieb, als das ganze Vorfach zu zerschneiden, damit ich den Aal noch heil zurücksetzen konnte. das war aber leider der einzige Fang in dieser Nacht. Da der ganze Uferbereich die ganze Nacht mit Anglern besetzt war und ich nicht ein einziges mal eingenickt bin, konnte ich beobachten, das es den anderen genau so erging wie uns, es war so, als hätte man die Batterien aus den Bissanzeigern entfernt.
Aber ich muß zugeben, der herrliche Sonnenuntergang und der fantastische Sonnenaufgang waren es eigentlich wert, sich die Nacht um die Ohren zu schlagen!!
Trotz des ausgebliebenem Erfolges werde ich wohl wieder mal hierher fahren!

13.09.2003

Angelausflug mit dem “Saxony-Fishing-Club

Heute hatte ich wieder einmal die Gelegenheit, den Saxony-Fishing-Club bzw. den harten Kern der Truppe auf einem Angelausflug zu begleiten. Dazu ging es in Richtung Quitzdorf, an einen privat bewirtschafteten Teich. Nachdem wir unseren Obolus an den Pächter bezahlt hatten, ging es auch gleich zur Sache. Da der Pächter behauptete, in dem Teich wären Karpfen, Schleie, Forellen, Welse und sogar Störe (nachgezüchtet)vorhanden, war die Spannung natürlich sehr groß. Es dauerte gar nicht allzu lange und schon gab es die ersten Bisse auf Grund (mit Made) und kurz darauf konnte Mike den ersten Karpfen landen, der mit 60cm doch schon ganz stattlich war. Es wurden alle möglichen Köder durchprobiert, wobei es sich herausstellte, das die besten Fangaussichten mit Maden bestanden. Aber auch auf Wurm gab es Bisse und Didi konnte mit diesem Köder auch eine schöne Forelle überlisten. Von Boillies, Frolic und anderen mehr exotischen Ködern wollten die Fische hier nichts wissen. Auch Teig oder Mais waren nicht ganz nach ihrem Geschmack. Köderfische zu bekommen war auch ein kleines Problem, das einzige was an die Stippe zu bekommen war, waren kleine Barsche. Also machte ich eine Rute mit einem kleinen Barsch als Köderfisch fertig und harrte der Dinge die da kommen. Inzwischen habe alle schon schön gefangen, da waren unter anderem noch 5 Karpfen, allesamt zwischen 40 und 50cm, eine Schleie, 2 Bleien,eine große Rotfeder, ein 60er Wels und auf meinen Köderfisch ging dann noch ein 82er Wels.
Zum Mittag und zum Abendbrot wurde gegrillt, wobei mein besonderer Dank an “Smutje” geht, der selbst ja nicht mal angelt, sondern die Truppe immer nur begleitet und sich um deren leibliches Wohl kümmert.
Natürlich wurde die ganze Zeit viel gelacht und gefachsimpelt, man konnte also wieder mal schnüffeln, mit welchen Montagen usw. die anderen so angeln.
Wie bereits beim ersten Mal, als ich die Truppe begleiten durfte, fand ich auch diesmal diesen Zusammenhalt untereinander absolut geil. Ich muß zugeben, ich fühle mich in dieser Truppe schon irgendwie zu Hause, obwohl ich erst 2 mal mit ihnen unterwegs war. Ich bin schon am überlegen, von meinem Verein wegzugehen und einen Antrag auf Aufnahme in den Saxony-Fishing-Club zu stellen, naja, mal sehen.
Alles in allem war es wieder mal ein richtig geiler Angeltag, für den ich mich bei den Leuten vom Club recht herzlich bedanken möchte !!!!!!
So, und hier natürlich noch ein paar kleine Schnappschüsse vom Ausflug:
 

Erstmal stärken, große Fische kosten Kraft!

und nun rein mit dem Köder...

... und dann raus mit dem Fisch,das ist Mike mit seinem 60er Karpfen,

und das Lutz mit seinem 44er,

das ist Didi mit Forelle von über 30cm

und hier noch einer der vielen anderen Karpfen

diesen 40er Karpfen muß schon mal ein Raubfisch ins Visier genommen haben

und das bin ich mit dem ersten Wels, den ich bisher gefangen habe

20.09.2003

Talsperre Quitzdorf

Neugierig geworden durch den Fang meines ersten Welses und in Anbetracht der Fänge der anderen wollten meine Brüder und ich unbedingt noch mal an den Teich hinter Bautzen, an dem ich mit dem “Saxony-Fishing-Club” war. Da wir erfahren haben, das von den 3 dort beangelbaren Teichen nur noch einer zur Verfügung steht und das Wetter noch einmal sehr schön werden sollte, sind wir noch halb in der Nacht losgefahren. Kamen dort kurz nach 5.00 Uhr an und trauten unseren Augen nicht: Das komplette Ufer war bereits mit Anglern besetzt, da war kein Meter mehr frei !! Ich habe schon viel erlebt, aber so etwas noch nicht. Enttäuscht zogen wir wieder ab und da wir nun einmal hier waren, entschlossen wir uns, an die Talsperre Quitzdorf zu fahren.Ich kannte von früher noch einige Stellen, wo man vom Ufer aus gut angeln konnte, weil dort das Wasser etwas tiefer war. Nun galt es nur noch, diese Stellen im Stockdunklen wiederzufinden. Als wir endlich eine dieser Stellen gefunden haben, mußten wir enttäuscht feststellen, das auch hier sehr viel Wasser fehlte. Also machten wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Platz. Haben uns dann einfach niedergelassen, wo schon einige Angler saßen und einer von ihnen gerade einen größeren Hecht gefangen hatte. Die Wassertiefe war hier auch in Wurfweite kaum mehr als 40-50cm, da half es auch nicht viel, zum Auswerfen mit den Watstiefeln ein Stück ins Wasser zu gehen.
Naja, lange Rede, kurzer Sinn. Außer ein paar riesigen Bleien und ein paar Mini-Barschen ging uns hier nichts an den Haken. Aber den anderen Anglern in unserer Nähe ging es genauso, der Hecht war eine Ausnahme. Aber wenigstens das Wetter hielt durch, die Sonne prasselte zeitweise so erbarmungslos, das man ganz schön ins schwitzen kam.

 

04.10.2003

Stausee Radeburg

Da wir ja nun durch den Feiertag ein langes Wochenende hatten, war ja klar, das ein freier Tag fürs Angeln reserviert war. Da ich am Freitag schon mal in Radeburg war und Pilze suchen wollte, sah ich, das die von mir bevorzugten Angelstellen trotz des durchwachsenen Wetters alle besetzt waren. Das bedeutete also, am Sonnabend früh beizeiten los, um einen ordentlichen Platz zu ergattern. Als wir, mein Bruder Maik und ich, ankamen war es zwar noch absolut finster, aber mein Lieblingsplatz war frei. Es herrschten milde Temperaturen und trocken war es auch. Also erstmal eine Rute auf Grund und Köderfische gestippt. Es wurde dann zwar langsam hell, aber auch immer windiger und immer mehr Wolken zogen auf. Dann passierte erstmal fangmäßig nichts. Mein Bruder Jens, rief von der Neugier getrieben auf meinem Handy an und wollte natürlich wissen, ob wir schon was gefangen haben. Als ich Ihm das gerade verneinte, machte sich meine Hechtpose selbsständig und verschwand. Also erstmal Gespräch beendet, Schnurbogen reduziert und Anhieb gesetzt. Kurz darauf lag ein 58er Hecht im Kescher.Der hatte den Köderfisch(einen relativ großen Blei) noch zur Hälfte aus dem Maul gucken, viel weiter auf hätte der Hecht sein Maul gar nicht bekommen, da kann man mal sehen, wie gefräßig diese Räuber sind. Da ich aber eine bestimmte Montage verwende, saß der erste Drilling schon bombensicher im Maul des Hechtes. Nachdem der Hecht eingetragen war und im Setzkescher landete, setzte ein Regenguss ein, der gar nicht wieder aufhören wollte. Als nach einer Weile dann die Angeltaschen, die Ruten usw.total vollgespritzt waren mit nassem Dreck, packten wir dann gegen 13.00 Uhr ein und machten uns auf den Heimweg.

 

 

12.10.2003

Röder Radeburg

Heute wollten Enni S. und ich gemeinsam mal an der Röderstausee nach Radeburg, vielleicht beissen ja die Hechte wieder mal. Aber im Dunklen dort angekommen mußten wir leider feststellen, das das Gewässer wegen Neubesatz gesperrt war. So ein Mist aber auch...
Das naheliegendste war dann, an die Röder zu fahren. Wir hatten schon Angst, das die ganzen Angler jetzt dort saßen, aber wir hatten Glück. Nachdem wir eine ordentliche Stelle gefunden hatten, ging es sofort zur Sache. Ich habe mit der Stippe einen Köderfisch gefangen und sofort die Hechtrute zu Wasser gebracht und die zweite Rute mit Futterspirale und Teig als Köder auf Grund. Es dauerte gar nicht lange und der erste Karpfen von 38cm landete im Kescher, kurz darauf ein 40er und wenig später ein 48er. Bei dieser Beißfreudigkeit blieb es die ganze Zeit, beim ca. 10 Karpfen habe ich dann aufgehört zu zählen. Am Ende haben wir schätzungsweise etwa 20 Karpfen, die allesamt zwischen 38cm und 48cm groß waren , an Land gezogen. Wir haben jedoch ausnahmslos alle wieder schonend ins Wasser gebracht.
Da wir zweimal kontrolliert wurden, haben wir erfahren, das das Gewässer erst kurz zuvor abgelassen wurde, um das Wehr zu reparieren und anschließend wieder neu besetzt wurde. Daher also diese Bisshäufigkeit!! Erstaunlich war nur, das die Karpfen bereits so groß und kräftig waren.
An der Hechtrute passierte die ganze Zeit leider gar nichts, aber wir waren ja sowieso ständig mit unseren Karpfenruten beschäftigt, zeitweise kam man nach dem Auswerfen gar nicht erst zum Sitzen sondern hatte gleich den nächsten Karpfen am Haken ! Ich habe festgestellt, das die Karpfen trotz ihrer Fresslust sehr vorsichtig an den Köder gingen, schon der Widerstand eines zu schweren Bissanzeigers brachte sie davon ab, den Köder zu nehmen.
Alles in allem war es wieder mal ein schöner Angeltag, Bomben-Wetter und viele Fische, auch wenn es keine Riesen waren. Gegen 16. Uhr packten wir ein und machten uns zufrieden auf den Heimweg.

 

 

 

09.11.2003

See der Freundschaft

Heute wollte ich unbedingt das schöne Herbstwetter noch mal nutzen und mal raus zum Angeln. Die Auswahl an Gewässern ist ja zur Zeit sehr eingeengt, da fast alles wegen Neubesatz gesperrt ist. Da der See der Freundschaft seit dem 7.11.03 wieder für das Angeln freigegeben ist, machte ich mich also auf den Weg dorthin! So gegen 8.00 Uhr angekommen war ich nicht der Einzige am Wasser. Die Angler, die schon da waren, erzählten nur von Mini-Karpfen, die sie gefangen hatten. Da war mir eigentlich klar, das an diesem Tag nur mit untermaßigen, gerade eingesetzten Karpfen zu rechnen ist. Doch es kam doch etwas anders. Nachdem ich herausgefunden hatte, das die Fische sich am liebsten an meinem Zwiebackteig zu schaffen machten, legte ich eine Rute mit Futterspirale auf Grund. Mit der fing ich dann im Laufe des Tages einen 45er Karpfen, zwei 40er, einen 38er und 3 untermaßige Karpfen. Andere Fischarten bekam ich nicht zu Gesicht und auch mein Versuch, mit der Stippe ein paar Köderfische zu fangen, scheiterte.
Aber alles in allem war es ein schöner Angeltag, zumal das Wetter ja wunderbar mitspielte. Als so gegen 14.30 Uhr die Anzahl der Sonntags-Spaziergänger und damit auch die Häufigkeite der berühmten Frage”...und schon was gefangen?...” zunahm, packte ich ein und fuhr nach Hause.