Angeltagebuch

2004

03.04.2004

Röder in Radeburg

Nun mußte es endlich sein. Andere waren schon lange angeln, mir fehlte bis jetzt die Zeit oder das Wetter war besch....!
Heute holte mich mein Bruder Jens ab und wir fuhren guten Mutes an die Röder nach Radeburg. Dort war ich ja letztes Jahr als letztes angeln und das mit großem Erfolg und man soll ja bekanntlich mit dem anfangen, mit dem man aufgehört hat!
Der Platz am Wehr war sogar frei, erst nach und nach füllte sich der gesamte Uferbereich mit Angelfeunden.
Wie immer, eine Rute auf Grund (mit Pellett) und eine mit Pose(Teig). Da die Strömung recht stark war legte ich dann aber auch die zweite Rute auf Grund (Mais).
Es zuppelte ständig, aber einen richtigen, kräftigen Biss gab es kaum. Einen Döbel habe ich auf Mais gefangen, sonst nichts....
Die Angler rechts und links von uns hatten aber alle kein Glück, die meisten packten nach einer Stunde genervt wieder ein. Kurz bevor wir einpackten,kam eine Frau mit ihrem Enkelkind und versuchte sich mit einer 6m Stippe. Da mussten wir wieder mal feststellen, das wir nur wieder die falschen Köder am Haken hatten, denn bei der Frau hingen ständig Fische am mit Maden bestückten Haken. Maßige Karpfen waren zwar auch keine dabei, aber wir haben das Spiel a auch nur kurze Zeit beobachtet.
Alles in allem war es zwar kein erfolgreicher, aber dennoch schöner Angeltag, da fast die ganze Zeit die
Sonne schien.                                                  

17.04.2004

Oberer Großteich Moritzburg

Das Wetter schien schön zu werden und da mein Bruder eine Jahresangelkarte für den oberen Großteich hat, bin ich einfach mal los, habe mir eine Tagesangelkarte gekauft und bin mit ihm an den oberen Großteich nach Moritzburg gefahren.
Wir sind beizeiten losgefahren, so das wir schon beim Hellwerden am Teich waren. Mein anderer Bruder, der eigentlich nachkommen wollte, saß schon am Wasser als wir kamen. Ich habe meine Haken mit Mais bestückt, meine Brüder mit Pelletts, Frolic und Boilies. Es dauerte gar nicht lange und es gab die ersten Bisse. Kurz darauf lag schon der erste 45er Karpfen vor uns. Das ging dann die ganze Zeit so !
Am Anfang haben wir ja noch gezählt, aber irgendwann haben wir es aufgegeben mit dem Zählen, denn es ging fast Schlag auf Schlag, an den Haken gingen bis auf 2 Bleien nur Karpfen zwischen 40 und 50 cm und eine ganze Menge Graskarpfen, die aber alle nicht das Mindestmaß erreichten.
Das nervige Gefrage durch die vielen Spaziergänger hielt sich in Grenzen, nerviger waren da die Nutrias, die sich im benachbarten Schilfgürtel aufhielten. Als die Sonne rauskam, wurden diese lieben Tierchen recht mobil.
Von Scheu war bei den Nutrias absolut nichts zu spüren, sie rannten um die Angelruten herum, machten sich an unseren Ködern zu schaffen und schwammen ständig in unsere Schnüre. Die Krönung war ein Nutria, der schnurstracks auf meine Pose zuschwamm, sie zwischen die Beisserchen nahm und sie mit einem herzhaften Biss längs zerteilte!! 
Also alles in allem war es ein wunderbarer Angeltag und die 8 Euro für die Angelkarte haben sich wirklich gelohnt.

Und hier wie immer ein paar kleine Schnappschüsse:                                    

01.05.2004

Stausee Radeburg

Endlich war es so weit, der 1.Mai war da und damit endlich der Beginn der diesjährigen Raubfischsaison!!!     Damit auch nichts schiefgeht und wir unseren Lieblingsplatz haben, holte mich mein Bruder Maik bereits um 4.00 Uhr ab, so das wir schon gegen 4.30 Uhr vor Ort waren. Unser Platz war glücklicherweise frei, da saßen auch keine Nachtangler mehr. Zwar mußten wir unsere Kopflampen benutzen, aber so nach und nach wurde es hell. Ich habe eine Rute auf Grund gelegt(mit Maden) und die Stippe klar gemacht, schließlich brauchte ich ja Köderfische und in der Senke hingen nur massenweise ca. 1-2 cm kleine Fische. An der Stippe hingen dann zwar größere Exemplare, das meiste waren jedoch untermaßige Rotfedern, die als Köderfisch nicht verwendet werden dürfen. Ab und zu ging aber auch mal eine kleine Plötze an den Haken. Als einige im Setzkescher waren, machte ich die Hechtrute klar.
Mein Bruder Maik legte natürlich gleich wieder seine 2 Ruten auf Grund und kümmerte sich herzlich wenig um Köderfische, als aber genug im Setzkescher waren, war er der erste, der sich einen nahm und seine Hechtrute damit bestückte....typisch !!
In der Zwischenzeit zupfte es ständig an meiner Grundrute, zwar ganz zaghaft, also beobachtete ich die Schnur und setzte beim nächsten zupfen einfach den Anhieb und siehe da, schon war der erste Karpfen am Haken. Aber er war nicht besonders groß, hatte grade mal so das Maß. Inzwischen hatte ich auch meine Hechtpose zu Wasser gebracht und setzte mich erstmal hin. Jetzt kam auch so langsam aber sicher die Sonne hinter den Bäumen hervor. Sie war aber so grell, das man geblendet war und auf dem Wasser nichts mehr sehen konnte. Mit einmal bemerkte ich nur, das sich an der Stelle, wo meine Hechtpose sein müsste, große Ringe auf dem Wasser breitmachten. Ich habe versucht, meine Pose zu entdecken, da merkte ich, wie die Schnur sich geradezog. Also schnell zur Rute gesprungen und sofort Anhieb gesetzt, aber der ging leider ins Leere, Sch....!! 
Kurz darauf kam mein Bruder Jens mit seinem kleinen 8jährigem Sohn Felix, der ein absoluter Angelfanatiker ist.
Felix kümmerte sich ein bisschen sehr erfolgreich um Köderfische und mein Bruder Jens angelte auf Hecht. In der Zwischenzeit fing ich noch einige Karpfen. Da inzwischen der Wind und damit die Strömung an der Oberfläche recht stark wurde, stellte ich meine Hechtpose so tief ein, das der Fisch auf Grund lag und die Pose nicht weitertrieb. Felix versuchte sich dann auch mal mit einer Posenrute und fing sogar einen Karpfen.
Die Pose von Jens trieb inzwischen schon etwa einen  Meter vor seinen  Füßen, also wollte er die Schnur einholen und griff nach der Rute, aber auf einmal war die Pose weg, schneller Anhieb der Hecht zog ab, jedoch kurz vor dem Keschern konnte er sich wieder befreien, schade.....
Ich wollte auch gerade meine Hechtrute einholen um den ausgelaugten, zerlöcherten Köderfisch zu erneuern, da tauchte sie plötzlich ab und 2 Minuten später konnte ich einen Hecht sicher mit dem Kescher landen. Gemessen habe ich ihn nicht, aber er hatte vielleicht gerade mal so das Mindestmaß und Fische dieser Größe kommen bei mir alle wieder in ihr Element!!
Dann zog so langsam Ruhe ein und am späten Nachmittag machten wir uns wieder auf den Heimweg.
Brüderchen Maik wurde heute ja für sein Köderfisch-Desinteresse bestraft, bei ihm tat sich an den Ruten gar nichts!!! hähä!!
                             

 

 

 

 

 

20.05.2004

Talsperre Malter

So, heute zu Himmelfahrt ging es traditionell zum angeln!! Da wir am Stausee Radeburg in den letzten Jahren arge Probleme hatten einen Angelplatz zu bekommen, haben wir uns dieses Jahr entschlossen an die Talsperre Malter zu fahren. Da natürlich mein Neffe Felix wieder mit wollte, fuhren wir erst gegen 6.00 Uhr los und waren auch zügig am Wasser. Eigentlich wollten wir an eine Stelle, die mir sehr empfohlen wurde, das Problem war nur, das es die Stelle gar nicht gab, da der Wasserpegel wieder mal gestiegen war und das Ufer verschluckt hat. Also machten wir uns auf die Suche und waren froh, als wir einen einigermaßen vernünftigen Platz gefunden hatten, da der gesamte Uferbereich bereits gut belegt war.
Das Wetter war leider sehr durchwachsen, es war sehr windig und kühler als wir geplant hatten(also wieder mal falsch angezogen....). Wir haben dann Schirm und Windschutz aufgestellt um uns wenigstens einigermaßen vor dem kalten Wind zu schützen. Felix machte sich auch wie immer gleich mit der Stippe auf Köderfischjagd und hatte bereits beim ersten Auswurf eine kleine Plötze am Haken(Made). Nur gut, denn somit war das leidliche Problem “Köderfische” geklärt und Felix bekam nicht gleich Langeweile. Mein Bruder Jens bestückte seine Posenrute mit einem Köderfisch und harrte der Dinge, die da kommen.  Ich tat dies auch, stellte aber nach kurzer Zeit die Pose so ein, das der Fisch am Boden lag, da durch den starken Wind die Pose ganz schnell wieder am Ufer angekommen war. Als zweite Rute machte ich meine neue Feederrute klar, die ich bei Ebay “für nen Appel und ein Ei” ersteigert habe. Die sehr empfindliche Spitze erwies sich ganz schnell als Vorteil, da ich selbst bei dem starken Wind jeden kleinen Zupfer erkennen konnte. Nach einigen Anhieben ins Leere hatte ich dann langsam den Dreh raus und konnte so mehrere Plötzen, Bleien, Barsche und einen 42er Karpfen an Land ziehen(mit Mais und Maden). Am Köderfisch tat sich leider gar nichts, nur die Hechtpose meines Bruders zog mal kurz los,aber das war es dann auch schon.
Durchgehalten haben wir trotz des nicht besser werdendem Wetter bis 17.30 Uhr. Dann pakten wir ein und fuhren nicht ganz zufrieden nach Hause.

 

 

 

 

 

30./31.05.2004

Stausee Radeburg

Das Wetter sollte ja gut werden, also war diesmal der schon lange geplante “Angelmarathon” an der Tagesordnung. Enni, Ich, Lutz, Jens, Maik und der Smutje trafen uns bereits gegen 10.00 Uhr am Stausee. Wir fanden glücklicherweise noch ein paar direkt nebeneinanderliegende Angelstellen und machten uns sofort ans Werk. Ich stippte natürlich erstmal ein Dutzend Köderfische, schließlich ist ja der See mein “Lieblings-Hechtgewässer”! Die andere Rute legte ich auf Grund mit Maden. Die anderen versuchten es auf ähnliche Weise. Ich machte eine Hechtrute fertig, aber durch den Wind trieb die Pose sehr stark, so stellte ich den Fisch wieder so tief, das er auf dem Boden lag. Die Sonne prasselte erbarmungslos auf uns herab, man kam ganz schön ins schwitzen, der Grund war aber leider wirklich nur die Sonne und nicht die Bissfreudigkeit der Fische! Der erste Fisch war ein ca. 25cm Blei, der natürlich von Enni gefangen wurde....
Wir haben dann im Laufe der Zeit alles mögliche an Ködern wie Boilies, Frolic, Würmer, Teig, Mais, Maden usw. versucht, aber irgendwie hat es die Fische nicht interessiert.
In Vorbereitung auf die Nacht und in der Hoffnung auf Zander, packte ich die Senke aus und ließ sie direkt 1m vor uns neben dem Schilf ins Wasser. Es hingen auch jedesmal einige ganz kleine Fische im Netz, genauso, wie ich sie haben wollte. Als ich die Senke das dritte Mal herausheben wollte ging dies etwas schwer, ich dachte schon, sie hat sich im Schilf verfangen, aber plötzlich ging ein Rucken durch den Stab und ich dachte, ich traue meinen Augen nicht......da hing in der Senke ein Hecht von 56cm!!! Da schauten wir ganz schön dumm aus der Wäsche, wir werfen unsere Hechtruten mit aller Kraft weit raus und dabei stehen die Hechte 1m vor uns.....???!!!??!!
Die nächste ungewöhnliche Situation sollte aber nicht lange auf sich warten lassen. Andauernd stürzten sich die Möven aufs Wasser und holten sich kleine Fische, eine hat aber die Kurve nicht ganz bekommen und verfing sich in der auf der Oberfläche schwimmenden geflochtenen Schnur von Enni! Nun war das Gekreische der Möve natürlich riesig, man staunt, was die so für einen Krach machen können... Enni hat sie dann ganz langsam und sacht ans Ufer manövriert. Die Möve hackte natürlich in ihrer Angst wie wild um sich, aber Smutje hat es dann gepackt, sie vorsichtig an den Flügeln festzuhalten, so das Enni sie von der Schnur befreien konnte. Nun konnten wir sie wieder in die Luft entlassen. Durch das vorsichtige Behandeln hatte sie erfreulicherweise keinen Schaden genommen!
So, nach der ganzen Aufregung konnten wir uns wieder unserem eigentlichen Vorhaben, dem Angeln, widmen.
Nur dies war weniger aufregend. Es zupfte zwar immer mal ein wenig, aber außer ein paar kleinen, untermaßigen Karpfen ging nichts an den Haken. Diese Fangsituation hielt leider auch die ganze Nacht an, es war absolut nichts los!!Der einzige Kontakt, den ich noch mit einem Tier hatte, war ein Igel, der sich an meinen Maden zu schaffen machte. Nach Mitternacht wurde es dann ruckartig so extrem kalt, das auch viele dicke Pullover nicht mehr helfen konnten, man war die ganze Zeit echt am Zittern. Die anderen sind auf Grund der sehr unangenehmen Kälte gegen 2.00 Uhr aufgebrochen, mein Bruder Jens und ich blieben noch sitzen. Inzwischen war alles, also Angelstuhl, Futteral, die Ruten usw. mit einer richtig nassen Schicht überzogen. Ich war ehrlichgesagt froh, als es endlich hell wurde, da packten wir auch unser Zeug ein und fuhren nach Hause.
Alles in allem war es wieder mal ein erlebnissreicher, wenn auch erfolgloser Angeltag. Ich hoffe, daß das nicht so weitergeht!!

 

 

 

 

 

 

12.06.2004

Stausee Radeburg

Anstatt mal an ein neues Gewässer zu fahren, landeten wir heute schon wieder in Radeburg am Stausee. Aber wie man sieht, haben wir aus der letzten Pleite nichts gelernt und haben immer noch Hoffnung hier den großen Fang zu machen!!
Mein Bruder Jens, mein Neffe Felix und ich waren gegen 6.30 Uhr hier und hatten auf Grund des Dauerregens in der Nacht die Hoffnung, unseren Stammplatz zu erhalten. Aber da lagen wir falsch, der Platz war seit Freitag abend besetzt. Also suchten wir uns eine andere freie Stelle, ca. 30 Meter entfernt.
Jetzt wieder der übliche Ablauf, eigentlich könnte ich da den Text der anderen Berichte kopieren und hier einfügen.... Das einzige, was anders war, war dieses verfluchte Scheiss - Wetter!!! Es regnete andauernd wieder sehr ausgiebig, gegen 14.00 Uhr verdunkelte sich plötzlich der Himmel ganz extrem und wir mußten ein gewaltiges Gewitter über uns ergehen lassen! Dabei schüttete es wie aus Eimern, das komplette Angelzeug sah hinterher aus, als hätte man es durch eine dreckige Pfütze gezogen.
An Ködern haben wir wieder mal die ganze Palette durchgetestet, aber nur auf Teig, auf Mais und auf Tauwurm gab es einige kleine Zupfer! Es gab auch einige kräftigere Bisse, die erfolgten aber meist, wenn man gerade wieder mal mit etwas anderem beschäftigt war...Mit der Zeit wurde es schon langsam langweilig, mein Bruder und Felix sind sogar mal kurzzeitig eingeschlafen, sie wissen bis jetzt noch nicht, das ich das fotografiert habe. Meine Raubfischpose tauchte nur am Vormittag zweimal kurz ab, war aber sofort wieder an der Oberfläche. Eigentlich hat sich den ganzen Tag wieder mal gar nichts getan, wie in letzter Zeit üblich. Aber so ganz ohne Fang?? Damit wollte ich mich eigentlich nicht ganz abfinden. Trotz des Mistwetters sind wir bis nach 17.00 Uhr sitzengeblieben und als ob ich es geahnt hätte, tauchte doch wirklich meine Hechtpose noch mal ab und kurze Zeit später war der 58er Hecht sicher gelandet!! Also, es geht doch....natürlich wurde dieser “Jüngling” wieder in sein Element entlassen.
Ein Hecht innerhalb von über 10 Stunden und das bei 4 Ruten, das ist wirklich ein blamables Ergebnis, also werde ich mich als nächstes doch endlich wieder mal einem anderen Gewässer zuwenden. Ich hoffe, da gibt es an dieser Stelle bald wieder erfreulicheres zu lesen!

 

 

 

 

 

 

 

 

25.06.2004

Talsperre Klingenberg

So, habe es nun endlich mal geschafft, an ein neues, mir angelmäßig unbekanntes Gewässer zu fahren! Zur Unterstützung habe ich Jens aus Malter mitgenommen, der schon einige male hier war und sich schon etwas auskannte. Und mein Bruder Jens war auch mit, diesmal ohne seinen Sohn, der mußte leider zu Hause bleiben, da die Talsperre ja eine Trinkwassertalsperre ist und “Nichtangler” da nicht mit ans Wasser dürfen!
Da Jens mir sagte, das er tagsüber dort noch keine großen Erfolge hatte, sind wir erst nachmittags dort hin gefahren, ich hatte ja glücklicherweise einen freien Tag.
Erster Versuch wie immer....Köderfische!! Aber wie geahnt: Fehlanzeige!!!
Also eine auf Wurm und eine Rute mit Teig bzw. Mais. Auf Wurm immer wieder einige zaghafte Bisse, der Anhieb ging aber jedesmal ins Leere. Auf Mais tat sich gar nichts. Habe dann die zweite Rute auch mit Wurm bestückt.
Je später es wurde, um so intensiver wurde die Beisshäufigkeit. Es gingen ein paar kleine bis mittlere Barsche an den Haken. Ein kleiner Barsch wurde von mir natürlich sofort als Köderfisch präpariert und zu Wasser gebracht.
Da das Wasser an meiner Angelstelle sehr tief war, habe ich den Köfi in allen möglichen Tiefen angeboten, aber leider ohne Erfolg. Auch ein, in der Dämmerung angebotener Fetzenköder, lockte die Raubfische nicht an den Haken.
Es wurde nun schon langsam dunkel und das Ende des Angeltrips nahte (Nachtangelverbot, da TWT !!), da tauchte meine Pose mehrere Male ab, jedoch ging der Anhieb wieder ins Leere und der Wurm war abgefressen.
Also habe ich den Fisch länger beissen lassen und endlich klappte es. Nach dem drittem Mal komplettem Abtauchen der Pose setzte ich den Anhieb und durch das Vibrieren der Rute war sofort klar, das ein Aal an der Strippe hing! Er war zwar nur 44cm lang, aber recht kräftig gewachsen. Naja, wenigstens ein Erfolgserlebniss.
Es wurden noch einige Barsche und ein untermaßiger Hecht auf Wurm gefangen.
Leider war es inzwischen schon recht dunkel geworden und wir mußten einpacken.
Ich war wie gesagt das erste Mal hier zum angeln, finde das Gewässer aber sehr interessant. Wenn nur dieser ewig lange Fußmarsch zum Wasser nicht wäre!!!!
Ich werde wohl bestimmt demnächst wieder mal hier her fahren, vielleicht kann ich da über mehr Erfolge berichten!!??!!

 

 

 

 

 

 

Juli 2004

Urlaub am Bodensee

Endlich Urlaub!!!!!!!!!!!
Also gleich zu Beginn der Ferienzeit in Sachsen ging es auf die Reise an den Bodensee, das Angelzeug mußte natürlich mit.
Das Wetter hier in Dresden machte leider keinen motivierenden Eindruck, aber am Ziel angekommen änderte sich das ganz rasch.Damit war das erste Problem geklärt! Dann natürlich alsbald in die Touristeninformation und eine Angelkarte gekauft.(4-Wochenkarte fürs Angeln kostet 15 Euro im Teil, der zu BW gehört, der Schein für den bayrischen Teil kostet immens mehr!!) Also konnte ich schon Problem 2 abhaken. Das größte Problem waren die Köder... der einzige Laden, der Angelzubehör und Köder führte war ein Waffenladen auf der Insel in Lindau, das waren schlappe 55km!!
Durch das sehr schöne und warme Wetter war es schwer, einen Uferbereich zu finden, der zum Angeln geeignet war, überall wurde gebadet. Habe es 2x ca. 4 Stunden probiert, aber leider ohne einen einzigen Biss. Da war ich doch froh, das es in Meersburg, wo sich auch unsere Ferienwohnung befand, ein Weiher war, für den es Angelkarten gab.
Diese Investition mußte sein und hat sich am Ende auch gelohnt!!
Ich war 3x dort und fing jedesmal einige Fische. Es waren zwar keine kapitalen Fische dabei, aber immerhin viele Schuppenkarpfen und Zeilenkarpfen bis 50cm und sehr schöne Schleien bis 40cm.
An der Rute war ständig Betrieb, da machte das angeln wieder mal richtig Spaß!!!
So, der Urlaub ist nun schon lange vorbei, aber ich werde noch sehr lange davon zehren, erstens wegen der Angelei und zweitens, weil der Bodensee unzählige Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung und Erholung für die gesamte Familie bietet!
Ich war bestimmt nicht das letzte Mal hier, kann den Bodensee nur als Urlaubsziel empfehlen!!!
(wer Interresse hat: Einen Link zu der Ferienwohnung, in der wir waren findet Ihr in der Linkliste oder Ihr klickt einfach
hier.

 

 

 

 

 

 

22.-25.8.2004

Knappensee

Da ich diese Jahr nur 2 Wochen Sommerurlaub gemacht habe, nutzte ich die Chance, noch ein paar Urlaubstage zum angeln zu nutzen! Da mein Bruder Jens zu Hause war haben wir uns überlegt, an irgendeinen Teich zu fahren und dort ein paar Tage zu zelten. Beim stöbern nach Campingplätzen stieß ich dann jedoch auf ein Anglerheim am Knappensee, das Übernachtungsmöglichkeiten zu sagenhaft günstigen Preisen anbot und das vorallem mit der Möglichkeit, ein Angelboot für sage und schreibe 2,50€ pro Tag zu mieten!! Ich schrieb eine Mail und hatte wirklich Glück, in meinem gewünschten Zeitraum war frei! Da ich ein 3-Bettzimmer gemietet hatte, fragte ich noch Jens W. aus Malter, den ich über meine Seite kennengelernt habe, ob er nicht mitfahren will! Er sagte sofort zu und schon war alles geklärt. Am Knappensee, in Maukendorf,angekommen, wurden wir schon von einem Mitglied des Anglervereines”Freizeitfischer Hoyerswerda”e.V. empfangen und eingewiesen! Also schnell die Sachen ins Zimmer gepackt und runter ans Wasser. Dann machten wir uns was zu essen und packten die Angelsachen ins Boot. Und nun ging es los, ca. 100m rausgerudert und in der Nähe der Schilfkante geankert. Köderfische gestippt und sofort eine Rute auf Hecht und die andere auf Grund.Leider bissen bis ca. 2.00 Uhr nur kleine Fische, hauptsächlich Bleien.
Nach einigen Stunden Schlaf versuchten wir es diesmal direkt an der Krautkante.Auch hier waren einige große Plötzen und kleine Bleien das einzige Ergebniss. Jens W. versuchte es mit dem Blinker und hatte nach einiger Zeit einen schönen Hecht an seinem Krautblinker hängen. Leider hatten wir aus Platzmangel den Kescher noch nicht ausgepackt und das wurde uns zum Verhängnis: Bevor der Kescher aus dem Futteral war, konnte sich der Hecht vom Haken befreien. Das war natürlich absolut ärgerlich!!!
Dann sind wir wieder ans Ufer und haben in Ruhe Abendbrot gegessen und machten uns bei Einbruch der Dunkelheit wieder mit dem Boot auf die Pirsch. Diese Nacht war etwas erfolgreicher, wobei es auch erst nach Mitternacht losging. Das Ergebniss waren viele kleine und mittlere Bleien, ein 34er und ein 40er Karpfen, ein 64er Aal, ein 47er und ein 55er Hecht und ein 41er Barsch, der sich an einem 12cm großen Köderfisch vergriff!
Die Beissfreudigkeit der Fische brachte uns dazu, erst gegen 7.30 Uhr wieder ans Ufer zu rudern und uns zur Ruhe zu legen. Da wir dann bis nach dem Mittag geschlafen haben und es anfing kräftig zu regnen, machten wir uns auf den Weg nach Spremberg, an einen Teich, den Jens W. aus Jugendzeiten noch recht gut in Erinnerung hatte. Den Teich haben wir schnell gefunden und er machte auch einen vielversprechenden Eindruck, aber leider fing es dann auch hier an, stark zu regnen, so das wir bald wieder einpackten und zurückfuhren. Als wir in der Dunkelheit wieder am Heim ankamen, hatte es aufgehört zu regnen und wir ersuchten erstmal unsere Angelsachen trockenzulegen. Und da die Nacht sehr mild zu werden schien, setzten wir uns noch bis gegen 1.30 Uhr auf den Steg und versuchten unser Glück mitten im dichten Kraut. Aber dabei kam es zu keinen nennenswerten Erfolgen!
Am Mittwoch machten wir uns nach einer ausgiebigen Mahlzeit und ordentlich ausgeschlafen daran, unsere Sachen zu verstauen und fuhren zurück nach Hause! Im großen und ganzen war es ein sehr schöner und abwechslungsreicher Angelausflug und ich werde bestimmt wieder mal in dieses Heim fahren!
Wenn jemand von Euch mehr über das Heim wissen möchte, sollte er mal bei
Knappensee nachschauen!
Und hier wie immer noch einige Schnappschüsse vom Ausflug:

 

 

 

 

 

 

18.09.2004

Stausee Niederschöna

So, die Angelpause war lang genug!
Enni, der ja auch sehr wenig zum angeln kommt, wollte einfach wieder mal raus ans Wasser, mein Bruder Jens und ich schlossen uns an. Wir überließen Enni die Wahl des Gewässers und er entschied sich für “Niederschöna”. Jens und ich waren recht skeptisch, da wir dort noch nie was gefangen haben. Aber es kann ja auch mal klappen.....
Gegen 7.15 Uhr waren wir am Wasser, waren aber nicht die ersten, ein anderer Angler saß bereis seit Freitag dort und hatte im Augenblick unserer Ankunft gerade einen schönen Biss auf Boilie. Das ließ doch schon etwas hoffen.
Mit Ennis Echolot erkundeten wir die Gewässertiefe im Wurfbereich und bekamen von dem Gerät auch mehrere größere Fische angezeigt. Naja, dann ging es los! Ein paar Ruten auf Grund und nach Köderfischen gestippt. Köderfische waren diesmal wieder ein kleines Problem, nur gut, das dann wenigstens einige, wenn auch recht kleine Plötzen in der Senke hängen blieben. Jens legte gleich beide Ruten mit Köfi aus, eine mit Pose und eine mit einem recht kleinem Fisch auf Grund. Ich beschränkte mich auf eine Hechtrute mit flach eingestellter Pose. Enni blieb bei seinen Friedfischruten.
Es zuppelte immer wieder mal sehr bescheiden, Enni fing natürlich wieder seine obligatorische Bleie (hihi!).Ich hatte auf meine Grundrute auf Mais einen Biss, den ich total verschlafen habe, die Rolle war zu, der Biss kam, die Rute kippte und schoss Richtung Wasser. Ich war am Ende froh, das ich sie noch zu fassen bekam. Der Haken war natürlich leer und der Fisch war fort! Aber immerhin der Beweis, das es wahrscheinlich hier doch größere Fische gibt!!??!!
Enni hatte in der Zwischenzeit bereits seinen zweiten Blei gefangen und damit seinen eigenen Rekord gebrochen, als bei Jens an der Grundrute mit Köderfisch Bewegung aufkam. Es zupfte immer nur kurz, absolut untypisch für den erwarteten Hecht. Als die Schnur dann endlich abzog, setzte Jens den Anhieb und kurbelte. Er meinte sofort, das irgendwas komisch wäre. Auch als die ersten Wellen in Ufernähe waren und man zum ersten mal Teile des Fisches sehen konnte, grübelten wir, was das wohl sein könnte. Um so erstaunter waren wir, als der “Raubfisch” als normaler Karpfen entpuppte. Irgendwie konnten wir das nicht verstehen, da der Haken sich direkt im Maul des Karpfens befand, er also nicht von außen gehakt war!!!! Das haben wir echt noch nicht erlebt, so ein kleiner Karpfen auf Köfi???? Unglaublich...........
Naja, ansonsten passierte nicht mehr viel,das ging aber nicht nur uns so, auch den anderen Anglern, die sich im Laufe der Zeit am gesamten Ufer breitgemacht haben, erging es nicht besser als uns.
Gegen Nachmittag hatten wir dann die Schn...voll und packten ein, nur gut, daß das Wetter wenigsten schön war.
Ich jedenfalls bin für die nächste Zeit von diesem Gewässer geheilt!
Aber vielleicht habt Ihr ja dort mehr Glück!!!

 

 

 

 

 

09.10.2004

Speicherbecken Nebelschütz

Endlich habe ich es dieses Jahr geschafft, an ein mir unbekanntes Gewässer zu fahren. Da mein Bruder Maik, der bei einer Baufirma beschäftigt ist, zur Zeit an der Ortsumfahrung von Kamenz baut, entdeckte er dort das Speicherbecken Nebelschütz. Ihm fiel auf, das dieses Gewässer bei jedem Wetter und zu jeder Zeit gut besucht war. Also mußte es sich ja irgendwie dort lohnen???!!!???
Also holte mich mein Brüderchen um 6.00 Uhr ab und wir fuhren los. Da es recht dunkel war, muß ich zugeben, das ich das Gewässer alleine wohl nicht mehr finden würde. Jedenfalls waren wir gegen 6.40 Uhr am Teich und suchten uns einen, unserer Meinung nach guten Angelplatz aus und los ging es.
Ich legte eine Rute mit einem Wurmbündel auf Grund und versuchte mich mit der Stippe auf Köderfische. Maik auch erstmal eine auf Grund mit Tauwurm und als ich ein paar Köfis hatte, legte er einen kleinen Fisch sehr weit draußen auf Grund.
Es dauerte auch gar nicht lange, bis sich die Bissanzeiger bemerkbar machten und kurz darauf hing der erste kleine Barsch am Haken. Dies wiederholte sich mehrmals, ab und zu war auch mal eine Bleie dabei. Auf Maiks Köderfisch zupfte es auch immer ganz leicht, bis die Schnur endlich abzog. Kurz darauf war ein 60er Hecht sicher gelandet. naja, es geht doch.....
Der nächste Biss auf Köderfisch war ewig lang und sehr zaghaft, beim Einholen der Schnur wußten wir auch warum: Eine riesige Muschel hatte sich am Köder zu schaffen gemacht und den Drilling in sich aufgenommen!
Mir erging es sehr ähnlich, nur das bei mir die Hechtpose immer nur etwas zupfte und sie nur ganz minimal abtauchte. Bei mir war es aber keine Muschel, sondern bei mir machten sich relativ große Krebse zu schaffen, die den Köderfisch nicht mal am Ufer loslassen wollten. Es dauerte meist gar nicht lange und die Haken waren leergefressen bzw. die Köfis in ihre Bestandteile zerlegt.
Das machte dann langsam keinen Spaß mehr und da wir sowieso leicht froren, packten wir gegen 15.00 Uhr wieder ein und machten uns, wenn auch nicht ganz zufrieden auf die Heimfahrt.
Auch wenn diesmal nicht viel passierte, werde ich mir dieses Gewässer auf jeden Fall für den nächsten Sommer vormerken!