Angeltagebuch

2005

02.April

Stausee Radeburg

So, nun sollte es endlich soweit sein...das erste Angeln diesen Jahres!!
Ich habe von mehreren Seiten gehört, das es in Radeburg am Stausee schon gute Karpfenfänge gegeben haben soll, also nix wie hin!
Um ein fahrzeug zu haben, fuhr ich meine Frau auf Arbeit und von dort aus gleich an den Stausee, war so gegen 9.45 Uhr dort.
Der Parkplatz an der Autobahn-Seite stand schon recht voll und dementsprechend waren auch alle als “gut” bekannten Angelstellen besetzt. Also lies ich mich in einer kleinen Lücke zwischen 2 Bäumen nieder und packte erwartungsvoll aus. Ich war recht optimistisch, zumal ich fast alles an Ködern dabei hatte, Maden, Würmer, Teig, Mais usw.. Ich hatte gerade ausgeworfen, schon kam ein unweit von mir sitzender Angler und klagte, daß sich schon seit dem Hellwerden absolut nix tut.....das lößte in mir natürlich sofort eine Welle der Begeisterung aus!
Es tat sich wirklich nichts und ab 11.00 Uhr verliesen langsam aber sicher ein Angler nach dem anderen das Ufer.
Es zupfte zwar ständig, aber der starke Wind und die Wellen liesen die Bisse kaum erkennen.
Am gegenüberliegendem Ufer schien die Sonne, aber ich saß fröstelnd auf der falschen Seite.
So nach und nach verließen mich dann auch der Mut und die Lust zum weiterangeln.
Also fing ich gegen 14.00 Uhr so langsam an, mein Angelzeug einzupacken. Ich hatte gerade meinen Kleinkram in der Tasche verstaut, als der Bißanzeiger mehrmal hintereinander piepte.
Ich griff schnell zu und kurz darauf hatte ich einen 42er Karpfen vor mir liegen. Aber so richtig mobil war er noch nicht, wahrscheinlich ist das Wasser doch noch zu kalt!!??!!
Obwohl sich meine Laune nun etwas gebessert hatte, entschloss ich mich, trotzdem einzupacken. Man soll es ja nicht erzwingen!!!!!!!!!!!
Es war sogar ein Hochgenuss, in das von der Sonne auf dem Parkplatz aufgeheizte Auto zu steigen!
Naja, berauschend war der Angeltag ja nicht gerade, aber die Angelsaison geht ja erst los.........

 

 

05.-09.Mai

Werbellinsee

Da es mit dem Sommerurlaub dieses Jahr recht schlecht aussieht, haben wir uns mal ein paar Tage Auszeit genommen und sind nach Altenhof an den Werbellinsee gefahren. Die Ferienwohnung war top und der erste Akt war, zum zuständigen Fischer zu fahren und eine Wochenkarte für Raubfisch zu kaufen! Da Himmelfahrt war, war bei dem Fischer absolutes Chaos angesagt, da er dort auch frisch geräucherten Fisch anbietet und eine Gaststätte betreibt. Da war an diesem Tag natürlich absolutes Gewusel! Die Verkäuferin schaute mich echt fassungslos an und konnte nicht verstehen, das da einer in der Schlange steht und eine Angelkarte will...
Nach ein paar Kommentaren hielt ich die Angelkarte dann endlich in der Hand.
Bin dann auch am späten Nachmittag mit meiner Frau losgezogen um einen geeigneten Angelplatz zu finden. Das war aber gar nicht so einfach, da der gesamte Weg um den Werbellinsee ständig von johlenden Truppen belagert wurde. Haben dann eine kleine Stelle gefunden, die zwar keine großen Möglichkeiten des Auswerfens bot, da überall tiefhängende Bäume standen, aber was solls.
Ruten fertig, Made an die Posenrute und ausgeworfen. Schon bewegte sich die Pose und tauchte ab. Zum Vorschein kam eine kleine Plötze, die sofort als Köderfisch verwendet wurde. Danach biss es zumindest auf meine Friedfischrute ständig. Andauernd hatte ich kleine Fische dran, die ich ehrlichgesagt nicht richtig zuordnen konnte. Irgendwie errinnerten die mich an Heringe. Erst am nächsten Tag wußte ich, was ich da immer am Haken hatte, beim Kauf von Räucherfisch entdeckte ich in der Auslage eben diese kleinen Fische, es waren “Kleine Maränen” eine Spezialität des Werbellinsees!
War dann eigentlich jeden Tag gemeinsam mit meiner Frau zum angeln am Wasser, an der Raubfischrute tat sich nix und an der anderen eine ca. 55cm große Bleie und  immer wieder.....na was schon:
MARÄNEN !!!!!!!
Habe es auch an einem Tag mit einem Ruderboot probiert, was mir unser Vermieter zur Verfügung gestellt hatte. Er gab mir auch ein etwa 30-40kg schweres Gewicht mit als Anker, mein Problem war nur, das die daran angebrachte Schnur nur etwa 4 oder 5 Meter lang war, derWerbellinsee jedoch an den Stellen wo ich angeln wollte immer über 20 Meter!
Also suchte ich mir einen Uferbereich, den man von der Landseite nicht beangeln konnte und befestigte den Kahn dort an einem im Wasser liegenden Baum. Das Ergebniss von den nächsten 2 Stunden angeln ist ja wohl unschwer zu erraten:
MARÄNEN !!!!
Naja, heute bin ich nun schon wieder zu Hause. Trotzdem finde ich,das der Werbellinsee ein recht interessantes Angelgewässer ist, man muß sich nur entsprechend auf dieses Gewässer vorbereiten!
Vielleicht klappt es ja wieder mal, das ich dort hinkomme und vielleicht habe ich da mehr Erfolg!?!?!
 

Warten...

...warten

auf was?? Auf “Maränen”!

14.Mai

Oberer Großteich Moritzburg

Pfingsten ohne angeln...neeee, das geht überhaupt nicht!!
Da ich nicht allein gehen wollte, schloss ich mich meinem Bruder Maik an. Da er aber nur eine Angelkarte für Moritzburg hat,habe ich mir auch eine besorgt.
Heute früh um 5.00 Uhr holte er mich ab und es ging los.
In Moritzburg angekommen war sogar unser Lieblingsplatz frei,so das es sofort losgehen konnte. Mit der Stippe auf Köderfisch und eine Rute auf Grund mit Mais.
Es dauerte gar nicht lange und an der Grundrute gab s die ersten Zupfer, kurz darauf der erste Fische...eine Bleie. Kurz hinterher eine ca 20cm kleine Rotfeder. Na prima, wenn das so weitergeht....
Doch kurz darauf ein kräftigerer Biss und die Rute bog sich schon etwas mehr und kurze Zeit später lag ein 42er Spiegelkarpfen vor mir im Kescher.
Beissen tat es die ganze Zeit, man konnte es aber nur dort erkennen,wo die Schnur ins Wasser eintrat. Der aufkommende Wind machte es immer schwerer, die Bisse zu erkennen, so gingen viele Anhiebe ins Leere.
Obwohl unsere “Regentrude”, also mein Bruder Jens, nicht mit von der Partie war, setzte dann zu unserem Pech auch noch Regen ein!!
Und der wollte und wollte irgendwie nicht aufhören. Zwischendurch gab es natürlich noch einige Fänge.

An der Köderfischrute tat sich überhaupt nichts, bin dann auf Fetzenköder umgestiegen, aber auch das brachte keine Änderung!
Im Prinzip war es ein ständiges Zupfen an den mit Mais bestückten Ruten,mit anderen Ködern hatten die Fische nix im Sinn.
Nachdem es nun schon fast 3 Stunden ununterbrochen geregnet hatte, entschlossen wir uns, so langsam aber sicher einzupacken.
Gefangen haben wir eigentlich ganz gut, schließlich konnten wir außer kleinen Bleien, einigen Rotfedern und einem kleinen Schuppenkarpfen noch 9 Spiegelkarpfen zwischen 41 und 45cm überlisten, wie ich finde ein ganz gutes Ergebniss!?!?
Da haben sich zumindest die 8 Euro für die Angelkarte gelohnt.
Nur schade, das einige der Karpfen nicht gerade gesund aussahen,irgendwie hatten die eine Pilzinfektion oder so etwas.. aber bei der gefangenen Menge hatten wir ja die Auswahl und nahmen natürlich jeder die zwei besten, dicksten und am gesündesten aussehende Stücke mit!
Alles in allem ein erfolgreicher Angeltag, nur das das Wetter nicht ganz so mitspielte!

21.Mai

Kiesgrube Leuben

Da ich heute nix weiter vor hatte und meine Frau eh wieder arbeiten mußte, dachte ich mir, ich fahre sie auf Arbeit und gehe mal für 2 bis 3 Stunden an die “Knobloch-Kiesgrube” angeln, da die sich ja gleich in der Nähe befindet. War gegen 14.00 Uhr dort.
Vom Parkplatz aus war bereits zu sehen, das der große Teich, an dem ja diese idiotische Wasserskianlage gebaut wird, gesäumt war von Nackten und haufenweise Kindern. Deshalb ließ ich mich an dem kleineren Teich nieder, war auch für wenige Minuten der Einzige. Bereits 4 Minuten später war auch ich umgeben von nackten Sonnenanbetern, russisch schreienden Kindern und anderen Verrückten.
Ich legte eine Rute mit Teig bzw. Mais auf Grund, an den Haken verirrten sich aber immer wieder nur Plötzen, Bleien und Rotfedern zwischen 20 und 25cm.
An der Posenrute passierte das gleiche! Da die Fische als Köderfisch doch etwas groß waren blieb ich bei der Friedfischangelei. Aber die “Großen” ließen eben auf sich warten...
Großen Gefallen an meinen Ködern fanden auch die unzähligen Spatzen, die sich ja sogar in meiner Angeltasche zu schaffen machten.
Da sich inzwischen mehr Verrückte am Ufer befanden, als wahrscheinlich Fische in dem Teich sind, packte ich leicht genervt ein und fuhr wieder nach Hause!
Also ich glaube, langsam kann ich dieses Gewässer aus meinem Angelgedächtniss streichen.....

22.Mai

Talsperre Malter

Da ich mir ja am Anfang des Jahres ein größeres Schlauchboot geleistet habe und noch keine Gelegenheit hatte, dies auszuprobieren, nahmen meine Frau und ich das einigermaßen freundlich wirkende Wetter zum Anlass, an die Talsperre Malter zu fahren und mal ne Runde mit dem Boot zu drehen. Das da ganz zufällig paar Angelruten mit im Gepäck waren, versteht sich ja fast von selbst....
Das Wetter war sehr schön sonnig, zeitweise war das Wasser spiegelglatt. Haben dann bei einer Wassertiefe von ca. 18m geankert. Hatte aber leider nur Zwieback und Mais mit und darauf gingen immer wieder nur kleine Plötzen. Auf den Köderfisch, den ich mittlerweile auf Grund gelegt habe fiel keiner herein!
Nach etwa knapp 2 Stunden fing es im Hintergrund mächtig an mit donnern, kurz darauf entschlossen wir uns, wieder in Richtung Ufer zu rudern. Gerade dort angekommen fing es natürlich an mit regnen, so das wir unseren ganzen Kram im Eiltempo einpackten!
Da die guten Angelplätze vom Ufer aus nicht immer unbedingt gut zu erreichen sind, finde ich die Nutzung eines Bootes hier gar nicht so verkehrt, werde diese Art des Angelns besimmt bald mal wiederholen!!!!!!!!

8./9.Juli

Elbe (Seitenarm in Kötitz)

Ihr werdet es nicht glauben...ich war wieder mal angeln!!
Mein Bruder Jens hat sich mal geäußert, das er gerne mal am Elbearm in Kötitz nachtangeln würde.
Da ich diesen Freitag Zeit hatte und er auch mal zu Hause war, planten wir diese Aktion für diesen Freitag. Der Wetterbericht vermieste uns erstmal die Laune, aber wir sind ja keine Schönwetter-Angler und so wollten wir das Ding trotzdem durchziehen. Und außerdem habe ich mich eh damit abgefunden, das es regnet wenn ich mit Jens, der Regentrude, angeln gehe. Und es kam, wie es kommen mußte...es schüttete schon den ganzen Tag wie aus Eimern und es sah auch nicht so aus, als wollte es aufhören! Ich bin aus Verzweiflung sogar noch schnell in den Angelladen gefahren und habe mir ein Schirmzelt gekauft.
Jens holte mich gegen 15 Uhr ab und es ging los in Richtung Coswig. Als wir ankamen und endlich einen geeigneten Angelplatz gefunden hatten, erbarmte sich der Himmel und legte eine kurze Regenpause ein. Jeder sofort eine Rute auf Grund mit Wurm und die Stippe raus und auf Köfis gestippt. Aber wie immer: Ringsherum sah und hörte man die Fische rauben aber Köderfische waren nicht zu bekommen. Nur gut, das dann endlich ein paar kleine Kaulbarsche in der Senke hängen blieben. Naja, besser als nix!! Zwischendurch setzte immer wieder mal Regen ein. An unseren  Grundruten biss es immer wieder mal ganz wenig, aber der Anhieb ging immer wieder ins Leere...wer weiss, was sich da am Wurm zu schaffen macht....
Nach mehreren kurzen Bissen wollte ich nach dem Köder schauen und just in dem Moment, als ich gerade die Rute aus dem Ständer nehmen wollte, zog der Bissanzeiger wieder leicht an und da ich die Rute eh gerade in der Hand hatte, setzte ich einen kräftigen Anhieb. Der Anhieb saß und nun ging die Post ab...das liebe Tierchen am Haken machte ganz schön Betrieb und mir war eigentlich nicht so richtig klar, was da gebissen hat. Erst als die Fluchten etwas geringer ausfielen und ich den Fisch in Ufernähe hatte, erkannten wir, das es sich um einen fetten Schuppenkarpfen handelte. Nach einer Weile hatten wir dieses schöne Exemplar endlich im Kescher. Er war zwar nur 56cm lang, aber die Waage zeigte fast 4 Kilo an!!
Inzwischen hatte wieder Dauerregen eingesetzt und es wurde finster. An den auf Grund liegenden Köderfischen passierte nix und auf die Würmer gingen die ganze Nacht nur Bleien und ein Miniaturwels.
Trotz des Dauerregens und der geringen Ausbeute war es ein schöner Angelausflug, den ich bestimmt bei etwas besserem Wetter wiederholen werde.
...und vielleicht klappt es ja da endlich mal mit meinem ersten Zander....ich gehe nun schon 25 Jahre angeln, habe aber ehrlichgesagt noch nie einen Zander gefangen!!!
peinlich, was !!?!?!?!?!?!

9.9.bis 11.9.

Stausee Quitzdorf

Eigentlich war ja ein Angelwochenende am Knappensee geplant und die Plätze im Anglerheim beizeiten gebucht!
Aber cirka 10 Tage vorher erhielt ich vom Verantwortlichen des Anglerheimes eine schockierende e-Mail: Der Blitz hatte in das Heim eingeschlagen und alle elektrischen Geräte sowie die komplette Elektroanlage zerstört. Somit war eine Vermietung nicht mehr möglich!
Dann habe ich tagelang rumtelefoniert um für uns eine Unterkunft an einem Angelgewässer zu finden, wo man auch Boote mieten konnte und allzu weit weg sollte es ja auch nicht sein…
So landeten wir dann in einem Feriendorf am Stausee Quitzdorf. Die 4-Personen-Bungalows waren noch sehr DDR-mäßig ausgestattet, aber erstens war uns das egal, wir wollten ja angeln und zweitens waren sie preiswert mit ihren 19 Euro/Nacht.
Also, alle (das waren der harte Kern des SFC und Jens aus Malter) am Freitag Mittag dort angerückt, Klamotten in die Bungalows und kurz was gegessen und dann in Richtung Bootsverleih! Wir wollten 3 Boote haben, aber was die dort dafür haben wollten, wollten wir nicht zahlen, schließlich wollten wir ja keine Anteile am Bootsverleih erwerben! Nach einigen Minuten verhandeln konnten wir uns auf einen Pauschalpreis einigen, mit dem wir leben konnten! So, aber nun an das Angelzeug und erstmal vom Ufer aus probiert, jeder nur mit einer Feederrute und los ging es…
Obwohl, so richtig los ging es auch nicht, außer ein paar Plötzen und Rotfedern war nix rauszuholen.
Abends sind wir dann mit den Booten raus und versuchten uns dort mit allen möglichen Ködern, aber an allen 12 Ruten passierte nix, so das wir gegen 3 Uhr wieder Richtung Steg ruderten und uns aufs Ohr hauten.
Nach ausgiebigem Frühstück ging es Samstag Vormittag wieder mit dem Boot raus, diesmal waren die 3 Boote mehr auf dem See verstreut. Ich saß mit meinem Bruder Maik in einem Boot, wir suchten mehrere Stellen ab, aber außer eimerweise Rotfedern war nix zu wollen. Maik fing dann noch auf Spinner einen Barsch und einen kleinen untermäßigen Hecht.
Da inzwischen ein Gewitter zu hören war, ruderten wir wieder Richtung Steg. Wollten das Gewitter vorbeigehen lassen und etwas essen und uns warme Klamotten für die Nacht anzuziehen.
Das Gewitter war vorbei, wir waren gesättigt und warm angezogen, also nichts wie wieder raus. Diesmal ankerten wir in einer kleinen Bucht, in der Nähe von Jens. Dieser hatte eine relativ große Rotfeder als Köderfisch ausgelegt. Plötzlich zog schon wieder ein Gewitter auf.
Just in diesem Moment zog die Hechtpose von Jens ab, nach einiger Wartezeit setzte er den Anhieb und der Hecht hing. Er versuchte einige gewaltige Fluchten, so konnten wir sehen, dass es sich um ein Prachtexemplar handelte! Noch während des Drills äußerte Jens seine Bedenken, dass sein Kevlar-Vorfach nicht halten könnte… und er behielt recht, der Hecht biss es durch und verschwand auf Nimmerwiedersehen!!!!!!!!!!!!!!!
Inzwischen blitzte und donnerte es derart stark um uns herum, dass uns schon Angst und Bange wurde und wir in Regattageschwindigkeit zurück ruderten. Unterwegs sprang uns sogar noch ein kleiner Hecht ins Boot, dass habe ich bisher noch nie erlebt!
Am Ufer angekommen setzte auch noch starker Regen ein, der dann bis 3.00 Uhr früh anhielt.
Bin dann mit Jens früh um 4.00 Uhr wieder aufgestanden und an die gleiche Stelle gefahren…aber außer einem 35er Karpfen, einem Giebel und unzähligen Rotfedern war nichts zu wollen.
Sind dann zurück zum Bungalow, die anderen waren gerade beim frühstücken.
Das Wetter machte keinen besonderen Eindruck, so beschlossen wir, diesen Ausflug zu beenden.
Wir werden dieses Gewässer bestimmt mal wieder aufsuchen und haben dann hoffentlich mehr Erfolg….

 

17.10.05

Warnemünde

Da wir ja dieses Jahr keinen richtigen Sommerurlaub hatten, entschlossen wir uns, in den Herbstferien noch ein paar Tage an die Ostsee zu fahren!
Irgendwie kam da Warnemünde ins Gespräch und da hörte ich doch die Glocken läuten: Warnemünde bedeutet “Alter Strom”, der bedeutet “Kutter” und das bedeutet “Hochseeangeln” !!!
Habe mich dann intensiv dahintergeklemmt, direkt am “Alten Strom” eine Ferienwohnung zu bekommen. Nach etwa 20 Absagen hat es dann doch noch geklappt.
Also sind wir am Sonntag auf die Piste Richtung Ostsee.
Nach dem ersten Spaziergang und einem Rundgang durch den Hafen am Strom landete ich dann im Büro einer Firma, die Kutterfahrten unternimmt! Also sofort einen Platz auf der “Ückermünde” reserviert und am nächsten Morgen zeitig aufgestanden.
War etwa eine dreiviertel Stunde vor der Abfahrt da, da war der Kutter aber schon gut belegt und die Platzauswahl nicht mehr allzu groß.Also stellte ich mich so etwa in die Mitte, direkt an der Brücke.
Nach dem Ablegen fuhr der Kutter etwa 30 Minuten raus und hielt dort schon das erste Mal zum angeln. Ich konnte es nicht fassen, aber bereits nach dem ersten Auswurf des Pilkers gab es einen kurzen Ruck an der Rute und der erste Dorsch wurde sicher gelandet. Er hatte zwar gerade mal so das Mindestmaß, aber besser als nix! Das ging erfreulicherweise die ganze Zeit so weiter, aber die Dorsche hatten leider alle nur so ein Maß zwischen 40 und 50 cm. Einmal dachte ich, endlich habe ich mal nen “Großen” am Haken, aber weit gefehlt, es hatten gleich 2 Dorsche Gefallen an meinem Pilker und dem Beifänger gefunden. Die liesen sich ja nun schon etwas schwerer ziehen und der Bootsmann kam mir da mit dem Kescher zur Hilfe. Kurz darauf gab es einen etwas kräftigeren Ruck und etwas später konnte ich endlich einen besseren Dorsch von etwa 70cm an Bord hieven!
Inzwischen nahm ich nur noch jeden zweiten Dorsch und den Rest setzte ich wieder zurück, da unsere Einfriermögichkeiten in der Ferienwohnung sehr begrenzt waren.
Am Ende hatte ich etwa 20 Dorsche, von denen jetzt 10 wieder in der Ostsee schwimmen!
Auf der Rückfahrt wurde natürlich wieder filetiert, wobei ich die kleineren Dorsche nur ausgenommen habe. Ich will diese nämlich räuchern, das geht mit Kopf etwas besser. Mal sehen, wie die Dorsche geräuchert schmecken...mir fiel auf, das es am Hafen alle möglichen Fische gerächert zu kaufen gab, aber keine Dorsche!! Naja, vielleicht weiß ich ja nach dem räuchern warum dies so ist???
Alles in allem war es ein wunderschöner Angeltag und ich freue mich nach dem Erfolg nun schon riesig auf die nächste Ausfahrt am 12. November! Davon werde ich Euch natürlich auch berichten...also bis bald!!