Angeltagebuch

2007

05. März 2007

Heidemühlenteich Karsdorf

Endlich war es so weit...ich hatte Urlaub und wollte unbedingt ans Wasser, endlich wieder eine Angelrute in der Hand!
Jens aus Malter wollte sich mit mir am Heidemühlenteich treffen, ein Gewässer, an dem ich noch nicht angeln war!
Also fuhr ich los, mir im Angelspezi Maden und Rotwürmer holen und von da aus gleich Richtung Dippoldiswalde!
Obwohl ich wusste,das es dort bis zum Wasser eine ganz schöne Schlepperei ist, habe ich natürlich wieder mal viel zu viel mitgeschleppt.
Mit hängender Zunge am Wasser angekommen sucht ich mir eine windgeschützten Platz und machte mein Futter fertig. Eine Rute mit Futterkorb und Made auf Grund und eine Feederrute klar gemacht und ab damit ins Wasser. Es dauerte gar nicht lange und es fing an zu zuppeln, ganz vorsichtig...die ersten Anhiebe gingen natürlich ins Leere. Nun fing es auch noch an mit regnen...so ein Mist,der Schirm war das einzige, was ich nicht dabei hatte. Aber es hörte dann auch gleich wieder auf.
Inzwischen war auch Jens eingetroffen und machte seine beiden Matchruten fertig.
So nach und nach nahm die Beisslust der Fische zu und so konnten wir einige Fische landen, meist waren es größere Plötzen und Rotfedern und kleine untermassige Karpfen so um die 30 oder 35cm.
Es gab ständig was zu tun, es kam keine Langeweile auf. Wir haben dann schon aufgehört, die Fische zu zählen. Mir ging dann auch noch eine Schleie an den Haken, zwar grad mal 30cm klein, aber immerhin.
So gegen 16.00 Uhr packte ich dann ein, Jens blieb noch eine Weile.
Zu Hause erfuhr ich per Mail, das Jens beim Einpacken noch das Glück hatte, einen 54er Karpfen an Land zu ziehen.
Alles in allem war es ein schöner Angeltag und vor allem ein guter, abwechslungsreicher Start in die neue Angelsaison!

07. April 2007

Ziegeleiteich Mohorn

So richtig berauschend sah das Wetter ja nicht aus,der Wetterbericht hatte eigentlich etwas besseres versprochen...aber was solls.
Ich wollte endlich wieder mal nach Mohorn fahren, war schließlich schon ewig nicht mehr dort. Und es macht ja eh nur im zeitigen Frühjahr Sinn, weil der Teich jedesmal total zugewuchert und verkrautet ist.
Also früh schnell noch in den Angelladen und dann ab die Post.

Als ich dort ankam, traute ich meinen Augen nicht...es war an dem kleinen Teich richtig was passiert. Alle störenden, überhängenden Bäume waren ausgeästet bzw. abgeholzt und es waren beim Angeln hinderliche Büsche entfernt worden und eine ganze Menge zusätzliche Angelplätze geschaffen...prima...mein Kompliment an den betreuenden Verein aus Wilsdruff!
Ich war nicht der erste, gegenüber saßen noch ein paar Angler, aber meine Lieblingsstelle war frei!
Es war recht kalt, trübe und windig...nur gut, dass ich meine dicke Thermojacke und die Neoprenstiefel eingepackt hatte.
Also beide Ruten fertig gemacht, eine leichte Feederrute mit Made und eine Grundrute mit Futterkorb und Tauwurm.
Es dauerte gar nicht lange und es kam Leben in die Feederrute. Kurz darauf die erste Rotfeder
Ich muss zugeben, 70 Prozent der Bisse an der Feederrute habe ich vergeigt...
Weil auf Tauwurm nix losging, habe ich auch die Grundrute mit Made bestückt, und siehe da, kaum war sie draussen, gab es einige kräftige Bisse. Auch hier gingen die ersten Anhiebe ins Leere. Doch dann klappte es...ein kräftiger Ruck am Bissanzeiger, Anhieb und sofortiger Widerstand. Doch nach ca. 10 Kurbelumdrehungen war der Widerstand weg. Also einholen...doch da gab es während dem Einkurbeln wieder einen Widerstand, aber diesmal irgendwie anders.
Weil die Sonne (ja, sie lies sich jetzt ab und zu sehen) mich gerade in diesem Moment total blendete, konnte ich erst gar nicht richtig erkennen, was ich da ans Ufer zog. Ich staunte nicht schlecht, als ich erkannte, dass es sich um einen reichlich 40cm kleinen Hecht handelte!
Der 12er Haken mit dem Maden saß perfekt im Maul des Fisches. Wahrscheinlich konnte er dem Madenbündel, was bei Einholen im Wasser herumtanzte einfach nicht widerstehen!?
Es gingen mir noch einige Bleien, Rotferdern und Plötzen an den Haken.
Es war an beiden Ruten ständig Betrieb, ich kamj a kaum dazu, mal in Ruhe zu sitzen und was zu essen. Auf Grund der anhaltenden Kälte und des unangenehmen Windes packte ich dann aber trotzdem ein. Es war ja trotz allen Widrigkeiten ein schöner Angeltag und er hat mir einen völlig neuen Eindruck von diesem Gewässer vermittelt. Mal sehen, vielleicht habe ich ja noch mal die Gelegenheit, an diesen Teich zu kommen, ehe er wieder verkrautet.
 

08. April 2007

Elbe / Kartoffelhafen

...und da ich ja nicht genug bekommen kann, ging es heute gleich noch mal kurz ans Wasser.
Hatte noch paar Stunden Zeit und fuhr mal schnell an den Kartoffelhafen.
Wetter war immer noch unter aller Kanone, es war trübe, windig und gerade mal 6 Grad.
Am Hafen saßen einige Angler, also platzierte ich mich gleich wieder am Hafenende.

Der Anblick des Uferbereiches trübte meine Stimmung aber schon erheblich. Es war ein relativ hoher Wasserstand und der ganze Uferbereich war gesäumt von jeder Menge Treibgut.
Ausserdem lagen überall im Geäst unzählige Untensilien und Abfälle, die andereAngelfreunde einfach haben dort liegen lassen, leere Wurm -und Madendosen, Folien usw......einfach grauenvoll!!!!!!!!!!
Trotzdem packte ich meine Sachen aus, wieder eine Feederrute und wieder eine auf Grund.
Beissen tat es auf beiden Ruten, an der mit Mais bestückten Feederrute vergriffen sich allerdings nur kleine Plötzen. An der Grundrute mit Tauwurm kehrte auch nie Ruhe ein, ein ständiges beissen war angesagt....und jedesmal holte ich Brassen ans Ufer, die alle so zwischen 40 und 55 cm groß waren.
Da es auf beiden Ruten ja immer zeitgleich biss, holte ich die Feederrute ein und angelte nur mit der Grundrute. Wenn ich ehrlich sein soll, gingen mir die Brassen langsam auf den Zünder, dafür waren mir meine Tauwürmer echt zu schade...
Also packte ich nach ca. 1,5 Stunden entnervt und leicht frierend meinen Kram wieder zusammen.
Naja, man soll es eben nicht übertreiben, diesen Ausflug hätte ich mir eigentlich sparen können...gefangen habe ich in der kurzen Zeit zwar reichlich, aber selbst die großen Brassen vermitteln einem beim reinholen nicht gerade das Erlebniss eines spannenden Drills.
 

30.4./1.5. 2007

Talsperre Malter

Das klappte ja diesmal prima...ein Brückentag und ich habe Urlaub bekommen...Danke Chef!
Meine Brüder Jens und Maik und ich wollten zum ersten Nachtangeln des Jahres starten und dann natürlich den 1. Mai noch dazu nutzen, unsere ersten Versuche auf Hecht zu starten!
Also den ganzen Kram ins Auto und los ging es...
Erstaunlicherweise waren relativ wenige Angler an der Malter zu sehen, aber das konnte uns ja nur Recht sein!
Also Angelplatz gesucht, den ganzen Kram hingeschleppt und ausgepackt.
So ganz nebenbei waren schon in Ufernähe Karpfen zu entdecken,die das Mindestmaß lange überschritten hatten und einen recht gut genährten Eindruck machten, was man ja von diesem Gewässer wohl eher nicht gewöhnt ist!
Also eine Rute auf Grund (Futterspirale und Rotwurm) und die leichte Feederrute mit Made.
Die Feederrute war noch gar nicht richtig draussen, da kam schon Leben in die Rutenspitze.
Kurz darauf die erste Plötze, in der idealen Köderfischgröße...
Von nun an ging es Schlag auf Schlag, alles Plötzen in der etwa gleichen Größe.
Ich kam gar nicht dazu, mich mal hinzusetzen.
An der Grundrute biss es auch ständig, nur vergriffen sich am Rotwurm meist Brassen und kleine Barsche. Also wurde auch dort auf Made umgerüstet, war eigentlich ein Fehler, denn nun biss es auf beiden Ruten gleichzeitig, das war kaum zu bewältigen.
Dann endlich ein Anhieb an der Feederrute, der ganz anders war...sie bog sich sofort gigantisch durch und einige Minuten später hatt ich einen Karpfen von 48cm im Kescher.
Von solch kräftigen Exemplaren gingen uns in der Zeit unseres Ansitzes 6 Stück an den Haken, die alle zwischen 48 und 53cm waren. Ausserdem noch einige knapp untermaßige Exemplare.
Dann wurde es langsam dunkel und es wurde umgerüstet. Meine Rute mit der Leuchtpose wurde ausgeworfen, leider ging der Wurf etwas daneben, so das die Pose in Ufernähe landete.
Ich habe sie erst mal liegen gelassen und kümmerte mich derweil um die Grundrute. Kaum hatte ich diese zu Wasser gebracht, stellte ich fest, das meine Leuchtpose nicht mehr zu sehen war...also Schnur langsam eingeholt, Anhieb gesetzt und kurz darauf nen 53er Aal in Augenschein genommen. Das war ja schon erst mal nicht schlecht.
Langsam wurde es aber auch ganz schön frisch, wir packten uns in dicke Klamotten und harrten der Dinge, die da wohl noch kommen werden...für musikalische Unterhaltung war ja gesorgt, in Malter war Disco....
Zwar biss es die ganze Nacht, aber so richtig erfolgreich waren wir nicht mehr. Maik fing noch einen 47er Aal.
Inzwischen fing es schon leicht an zu dämmern und wir saßen mit kalten Knochen am Ufer.
Mein Schirmzelt hatte aufgehört, sich mit dem leichten Wind zu bewegen...kein Wunder, denn es war innen und aussen von einer gleichmässigen, dünnen Eisschicht überzogen. genau so wie die Ruten, die ebenfalls leicht vereist waren und die geflochtene Schnur war auch steif geworden.
Brrrrrrr.....nur gut, das bald die Sonne aufging.
Kaum war sie zu sehen, erkannte man erst mal den dicken Nebelschleier, der sich dann noch einige Stunden über dem Wasser hielt.
Unsere ersten Versuche, einen Hecht mit Köderfisch zu überlisten blieben dann aber leider ohne Erfolg, aber man kann ja schließlich nicht alles auf einmal haben!?!
So gegen 10 Uhr packten wir dann so langsam ein, waren aber auch ganz schön müde und durchgefroren
Trotz der klirrenden Kälte in der Nacht war es ein schöner Angelausflug, der sich hoffentlich eben so erfolgreich bald wiederholen wird...